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Floriansjünger löscht zuerst Durst

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Dieses Schild und die Spur im Bankett erinnert an die Trunkenheitsfahrt eines Geltinger Feuerwehrlers.
Dieses Schild und die Spur im Bankett erinnert an die Trunkenheitsfahrt eines Geltinger Feuerwehrlers.

Deutlich alkoholisiert“ war der 21-Jährige Feuerwehrler aus Gelting, der am vergangenen Samstag einen folgenschweren Unfall bei einer Einsatzfahrt verursachte. Das bestätigte mit Franz Sommerauer der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Anfrage.

Und weiter: „Es war deutlich mehr als nur eine Radler-Halbe“, nach nicht bestätigten Informationen des Gelben Blattes hatte der Fahrer 1,6 Promille intus und besuchte vorher ein Weinfest in Gelting. Die Folge: Auf dem Weg zu einem Einsatz erlitten drei Geltinger Floriansjünger leichte bis mittelschwere Verletzungen. Zudem entstand ein Sachschaden von rund 250.000 Euro. Gegen 0.30 Uhr wurde die Geltinger Feuerwehr zu einem Einsatz ins Seniorenheim Schwaigwall gerufen. Unklar war da freilich noch, dass es sich um einen Fehlalarm handeln sollte. Laut Polizeibericht kam das fünf Jahre alte Löschfahrzeug „Florian Gelting 47/1“ auf der Anfahrt zum Einsatzort von der Kreisstraße 22 von der Fahrbahn ab. Beim Gegenlenken touchierte das Fahrzeug der Geltinger Wehr mit dem Heck einen Baum und kippte seitlich um. Der 21-Jährige Fahrzeugführer und seine beiden Mitinsassen (20 und 27 Jahre) wurden dabei verletzt. Der Unfallverursacher und seine Feuerwehrkollegen konnten sich indes selbst aus dem Fahrzeug befreien. Zur Erstversorgung wurden Selbige in die Kreisklinik Wolfratshausen und die Unfallklinik Murnau gebracht, verließen nach Angaben des Kreisbrandrates Karl Murböck zwischenzeitlich aber wieder die Krankenhäuser. Das Löschfahrzeug der Zehn-Tonnen-Klasse wurde bei dem Unfall total beschädigt und musste mit schwerem Gerät einer Spezialfirma geborgen werden. Noch in der Unfallnacht machten sich Murböck und Bürgermeisterin Cornelia Irmer ein Bild von dem Geschehen. Nach den Eindrücken vor Ort spricht Murböck „von großem Glück, dass nicht mehr passiert ist.“

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