Fragen und Antworten im Zusammenhang mit dem Corona-Virus für Waldbesitzer

"Wann immer möglich, sind Telefon und E-Mail vorzuziehen"

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Stefan Kramer ist Abteilungsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 

Landkreis – Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit Sitz in Holzkirchen bekommt derzeit viele Nachrichten: Welche Waldarbeiten sind noch erlaubt? oder welche sind überhaupt noch notwendig? Im Gespräch gibt Stefan Kramer, Abteilungsleiter Forsten am AELF, Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus für Waldbesitzer.

Ist Waldarbeit weiter möglich?

Ja, wenn die Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Das gilt auch für Brennholzselbstwerber. Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind selbstverständlich einzuhalten. Alleinarbeit ist bei motormanueller Aufarbeitung zu vermeiden, die gebotenen Schutzmaßnahmen von mindestens 1,5 Meter Abstand und kein Körperkontakt sind jedoch zu wahren.

Dürfen noch Beratungsgespräche mit Waldbesitzern stattfinden?

Einzel-Beratungsgespräche im Wald sind möglich, aber nur dann, wenn sie nicht verschiebbar sind und auch hier die gebotenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Wann immer möglich, sind Telefon und E-Mail vorzuziehen.

Soll jetzt weiter Sturmholz aufgearbeitet werden?

Ja, das ist mit Blick auf den Borkenkäfer sogar besonders wichtig. Auch hier gilt: Die gebotenen Schutzmaßnahmen beim Kontakt zu anderen Menschen sind zu wahren. Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind aber einzuhalten: Bei motormanueller Aufarbeitung ist Alleinarbeit zu vermeiden. 

Muss der Wald weiter auf Käferbefall kontrolliert werden?

Ja, hierzu sind Waldbesitzer gesetzlich verpflichtet. Derzeit ist die Aufarbeitung aller alten Käferbäume wichtig, aus denen noch Borkenkäfer im Frühjahr ausfliegen können. Dadurch wird ein Neubefall verhindert und genügend Arbeitskapazität für die Aufarbeitung von Käferbefall an anderen Stellen erhalten.

Können Waldbesitzer jetzt Kulturen pflanzen?

Ja. Die Frühjahrspflanzung zählt zu den regulären Betriebsarbeiten. Durch entsprechende Arbeitsorganisation sind aber Kontakte, zu anderen Menschen möglichst zu vermeiden.

Können weiterhin Förderanträge gestellt werden?

Auch das. Allerdings ist bei der Erarbeitung und Erstellung der unmittelbare persönliche Kontakt möglichst zu vermeiden. Bei der Beratung und der Unterzeichnung der Anträge sind die gebotenen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Gemeinsame Termine im Büro müssen unterbleiben, Fragen sollen telefonisch geklärt werden.

Müssen Waldbesitzer weiterhin vor Maßnahmenbeginn einen Förderantrag stellen?

Bei waldbaulichen Maßnahmen, etwa der Wiederaufforstung, ist die vorherige Antragstellung und Bewilligung weiter erforderlich. Ausnahme ist die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung: Hier kann wegen Gefahr in Verzug begonnen werden, die Antragstellung ist aber unverzüglich nachzuholen.

Wann bekommen Waldbesitzer ihre Förderung ausgezahlt?

Bewilligte Maßnahmen werden im gewohnten Verfahren nach Eingang der Fertigstellungsanzeige geprüft und, sofern alle Fördervoraussetzungen eingehalten wurden, ausgezahlt.

Mehr Infos zum Thema Arbeitssicherheit gibt es unter: www.svlfg.de/forst.

Fragen zur Jagd gibt es Online auf www.wildtierportal.bayern.de/corona.

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