CSU forciert Sporthallen-Debatte

Fraktionssprecher Eibl fordert Bürgermeister Heilinglechner zum Handeln auf

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Setzt sich für den Bau einer neuen Sporthalle ein: Bürgermeisterkandidat Günther Eibl (r.).

Wolfratshausen – Wie im Gelben Blatt berichtet, regte CSU-Fraktionssprecher Günther Eibl bereits vor drei Monaten im Rahmen einer Bauausschusssitzung die Errichtung einer zweiten Dreifachturnhalle auf dem Tartanplatz der Hammerschmiedschule an. Im Rahmen der CSU-Diskussionsrunde „Red‘ mit“ in der Wirtschaft Flößerei verschärfte der Bürgermeisterkandidat nun den Ton.

Denn Bürgermeister Klaus Heilinglechner versprach ihm vor drei Monaten, die Idee zu prüfen. Bei einer erneuten Anfrage in der jüngsten Bauausschusssitzung am Mittwoch musste er jedoch vom Rathauschef erfahren, dass dies noch nicht geschehen ist. Im Rahmen der CSU-Diskussionsrunde „Red‘ mit“ in der Wirtschaft Flößerei machte Eibl seinem Ärger Luft und verwies auf die angespannte Lage bei den vier großen Wolfratshauser Sportvereinen.

„Der TSV Wolfratshausen hat bereits einen Aufnahmestopp für Hallensportarten erlassen“, berichtete Eibl. Zudem leiden die DJK Waldram, der BCF Wolfratshausen und der FC Weidach unter den begrenzten Kapazitäten. Das zentral gelegene Areal an der Hammerschmiedschule wäre nach Ansicht der CSU der „optimale Platz“ für einen Neubau.

Um das Bauvorhaben zu realisieren, müsste der rote Tartanplatz zwischen dem Jugendhaus La Vida und der Sportstätte aufgelöst werden. Auf dem Grundstück, das sich im Besitz der Stadt befindet, wäre dann Platz für eine zweite Dreifachturnhalle. Diese würde Eibl mit einem „offenen Dach“ anlegen. Das heißt: Über der Halle könnte ein Pausenplatz für die Grund- und Mittelschüler beziehungsweise ein Sportplatz angelegt werden. „Damit hätten wir auf einen Schlag auch alle Platzprobleme der Vereine gelöst“, glaubt er. Nach einer bereits vor drei Monaten vorgelegten Schätzung des Architekturbüro „karlundp“ würde die reine Aufstockung des erdgeschossigen, bestehenden Umkleidetraktes der Halle rund 4,7 Millionen Euro kosten. Für einen Abriss des Umkleidetraktes, einen anschließenden Neubau und eine „aufgesattelte“ Sporthalle müssten 5,8 Millionen Euro investiert werden. Eibl plädierte für eine zweite Dreifachhalle, die wahrscheinlich zehn bis zwölf Millionen Euro kosten würde. „Wir werden an dieser Idee dranbleiben: Alle Vereine finden diese Lösung gut“, sagte er.

Rückhalt bekam Eibl auch von Parteifreund Paul Brauner, der sich einen Seitenhieb auf die städtischen Bemühungen zur Errichtung einer Surfwelle in Weidach nicht verkneifen konnte. „Es kann nicht sein, dass man für eine Trendsportart mit einer überschaubaren Anzahl von Nutzern viel macht und die große Mehrheit der Sportler außer Acht lässt“, erklärte der ehemalige Vorsitzende der Baugenossenschaft Wolfratshausen. Eibl gab ihm recht und forderte ein schnelles Handeln von Heilinglechner. „Wenn er 4.000 Sportler links liegen lassen würde, fände ich das eine traurige Geschichte“, betonte Eibl.Peter Herrmann

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