In einem Fall nur mit Widerspruch

Die Freien Wähler stellen ihre Stadtratskandidaten vor

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Einen Bürgermeisterkandidaten schicken die Geretsrieder Freien Wähler nicht ins Rennen, dafür viele engagierte Bewerber für den Stadtrat.

Geretsried – Das Bürgermeisterthema ist bei den Geretsrieder Freien Wählern ja schon geklärt. So wurde denn auch die von Wahlleiter Robert Lug gestellte rhetorische Frage nach einem Kandidaten von den Anwesenden im Gasthof Geiger mit Schweigen beantwortet.

Für die Überraschung des Abends sorgte dafür Lorenz Weidinger. „Ich hör auf“, so beendete der langjährige Stadtrat alle Spekulationen um seine Nominierung. Der 64-Jährige sagte, er habe die Kraft nicht mehr, die Dinge mit Stolz fortzuführen. Weidinger ist also nicht mehr dabei, dafür steht mit Wolfgang Möckel ein Fraktionswechsler weit vorn auf Platz sechs der Liste: Gerade machte der Stadtrat wegen seines Austritts aus der CSU Schlagzeilen. Möckel – der nicht anwesend war - ließ sich aber nur gegen deutlichen Widerstand durchsetzen. Es gefiel manchen Stimmberechtigten nicht, dass er parteifrei kandidiert, auch war die Rede von Opportunismus.

Die Freien Wähler sind mit sieben Sitzen nach der CSU die zweitstärkste Fraktion im Geretsrieder Stadtrat. Nach den Wahlen wieder in das Gremium einziehen wollen Sonja Frank und Dominik Irmer auf den beiden vordersten Plätzen. „Einige Projekte wie das Lorenzareal wurden zu schnell und unter zu wenig Beteiligung der Bevölkerung durchgezogen, wir sollten in Zukunft langsamer machen“, erklärte Irmer bei seiner Vorstellung, bei der er für maßvolle Verdichtung und stärkere Berücksichtigung des Gewerbes plädierte. Die amtierenden Stadträte Heidi Dodenhöft und Manfred Freiseisen stehen auf den mittleren Plätzen fünf und acht. Vera Kraus und Heiko Hawla folgen erst auf Platz elf und zwölf. Dazwischen gibt es etliche neue Gesichter. Wie die frischgebackene Ortsvorsitzende Ann-Kathrin Güner. Die 32-jährige Erzieherin und Studentin der Sozialen Arbeit hat einen aussichtsreichen Platz drei und möchte sich mit sozialen Themen einbringen. Auf sie folgt Felix Leipold, der mit seinen 20 Jahren altersmäßig zwar der Jüngste in der Runde ist, als Jugendbeirat aber schon etliche politische Erfahrung gewonnen hat. Er will sich unter anderem für die Sanierung der Mittelschule einsetzen. Als Neu- Mitglied bei den Freien Wählern stellte sich Marion Wagner vor, die besonders den Ortsteil Stein im Focus hat. Daniela Wagner, die Frau des Kulturherbst-Veranstalters Günter Wagner, wurde auf Platz neun gewählt.

Auf die ersten 20 Plätze der Liste wurden gewählt:

1. Sonja Frank, 51, Kinderbetreuungsleiterin 2. Dominik Irmer, 40, Betriebswirt 3. Ann-Kathrin Güner, 32, Erzieherin 4. Felix Leipold, 20, Rundfunk-Redakteur 5. Heidi Dodenhöft, 59, Grundschulrektorin 6. Wolfgang Möckel, 49, Diplom-Ingenieur 7. Marion Wagner, 50, medizinische Fachkraft 8. Manfred Freiseisen, 76, kaufmännischer Angesteller im Ruhestand 9. Daniela Wagner, 54, Krankenschwester 10. Matthias Renz, 50, Diplom-Kaufmann 11. Vera Kraus, 60, Chefsekretärin 12. Heiko Hawla, 50, Fahrlehrer 13. Jennifer Kübler, 45,kaufmännische Angestellte, 14. Maximilian Strasser, 27, Rettungssanitäter in Ausbildung 15. Maria Burger, 41, Bankkauffrau 16. Jens Becker-Platen, 53, Rechtsanwalt 17. Gabriele Kaiser, 54, Industriekauffrau 18. Vitali Brauer, 40, Koch, 19. Ursula Küpfer, 77, Diplom-Dolmetscherin 20. Leith Jarrar, 53, Unternehmer. ha

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