11.388 Stunden im Ehrenamt

Freiwillige Feuerwehr setzt verstärkt auf Ausbildung und Übungen

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Ließen ein einsatzintensives Jahr Revue passieren: Feuerwehrkommandant Andreas Spohn. Insgesamt rückten die Wolfratshauser Brandbekämpfer 271 Mal aus.

Wolfratshausen – Im Rahmen der 155. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen blickte Kommandant Andreas Spohn auf zahlreiche Einsätze und Übungsstunden zurück. So mussten die Floriansjünger im Jahr 2019 insgesamt 271 Mal ausrücken.

Die 87 aktiven der insgesamt 146 Feuerwehrmitglieder waren im vergangenen Jahr an vielen Stellen gefordert. Kommandant Andreas Spohn und Vereinsvorsitzender Florian Seitner belegten dies in ihren Rechenschaftsberichten. „Die Aufgaben werden nicht weniger“, stellte Seitner fest. Dabei sei leider auch zu beobachten, dass die Einsatzkräfte immer öfter in ihrer Arbeit behindert werden. Zugeparkte Feuerwehreinfahrten, uneinsichtige Verkehrsteilnehmer bei Straßensperrungen und lärmempfindliche Nachbarn machten es den Floriansjüngern zum Teil sehr schwer. 

Insgesamt verzeichnete Spohn im vergangenen Jahr 271 Einsätze, die 4.086 Stunden beanspruchten. Rechnet man den zeitlichen Aufwand der 171 Übungen zu den Einsätzen, Sicherheitswachen und Besprechungen hinzu, so leisteten die aktiven Mitglieder insgesamt 11.388 ehrenamtliche Stunden. Um dieses Volumen zu bewältigen, hat die Feuerwehr vor einem Jahr ihr Übungs- und Ausbildungskonzept umgestellt. Jeden Dienstag werde laut Spohn nun an der Verbesserung der bereits vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten gearbeitet. Dazu tragen auch Sonder- und Spezialübungen an der Geretsrieder Feuerwehrschule bei. 

Personelle Unterstützung erfährt Spohn durch seine am 16. März 2019 neu gewählten Stellvertreter Andreas Bauer und Sebastian Höpfer. Unabdingbar war zudem die Erneuerung beziehungsweise Modernisierung der Ausrüstung. Dazu gehören zum Beispiel die Beschaffung von effizienten Atemschutzgeräten, ein neues Schlauchboot für die Wasserrettung, eine Wärmebildkamera sowie ein Großlüfter. Finanzielle Unterstützung leistet hier vor allem die Stadt Wolfratshausen, die einen Feuerwehrbedarfsplan verabschiedet hat.

 „Es ist unsere Aufgabe, die Feuerwehr mit modernen Geräten auszustatten“, betonte Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Gleichzeitig dankte er den Einsatzkräften für ihre ständige Bereitschaft. In Erinnerung blieben Spohn die Löschung eines Garagenbrands in Icking und der Blitzeinschlag in einen Waldramer Dachstuhl am 25. August. „Nur durch das schnelle Eingreifen des ersten Löschfahrzeuges aus Wolfratshausen konnte eine schlimmere Ausbreitung auf andere Etagen oder das Nachbargebäude verhindert werden“, berichtete Spohn. Dank der Unterstützung der Wehren aus Weidach und Geretsried gelang es, die brenzlige Situation in den Griff zu bekommen. Und sogar bei ihrem sehr gut besuchten Tag der offenen Tür am 15. September musste die Feuerwehr zu sechs Einsätzen ausrücken. „Da könnte eigentlich jeder verstehen, wenn der eine oder andere die Nase voll hat“, sagte Heilinglechner. Dass dies nicht der Fall war, lag sicherlich auch an der intakten Kameradschaft und einem abwechslungsreichen Vereinsleben. Florian Seitner verwies hier auf gesellige Schafkopfabende, Dartturniere und eine Floßfahrt. Kreisbrandinspektor Erich Zengerle empfahl, an dieser Tradition festzuhalten. Peter Herrmann

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