Hilfe für Afrika

Freunde Djibos veranstalten nachhaltigen Adventsbasar

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Buntes Angebot auf dem Geltinger Adventsmarkt: Solange Spangler (2.v.l.) von der Elfenbeinküste freute sich über die große Nachfrage der Basarbesucher.

Gelting – Vor 36 Jahren ließ sich ein damals vierjähriger Junge, der im Ort Djibo (Burkina Faso) geboren wurde, wegen einer Bein-Lähmung für ein Jahr in Gelting behandeln. Dies war der Anlass, für die Gründung des Vereins „Freunde Djibos“, der mit den Erlösen aus einem Adventsbasar soziale Projekte in Afrika unterstützt.

Auch in diesem Jahr verwandelte sich die Geltinger Turnhalle an der Leitenstraße in der Adventszeit zu einem lebhaften Markt, der auch in diesem Jahr schon am Vormittag gut besucht war. „Die Freunde Djibos haben zwar nur 33 Mitglieder, werden aber von vielen Geltingern unterstützt“, freute sich Vorstandsmitglied Josef Hurnaus.

So haben viele Frauen unentgeltlich Kuchen gebacken, Eintopf gekocht und Adventskränze gebunden. Selbst Martina Raschke, parteilose Bürgermeisterkandidatin der Grünen, stand mit Schürze an der Essensausgabe und kümmerte sich mit vier weiteren Helfern und Unterstützerinnen um das leibliche Wohl der Besucher.

Denn der Adventsbasar gilt in Gelting längst als gesellschaftliches Ereignis: Während die einen handwerkliche Arbeiten, Kalender, Kleidung und Vogelhäuschen kauften, setzten sich andere zum geselligen Ratsch an die festlich dekorierten Tische. Damit es auch den Kindern nicht zu langweilig wurde, lockte sie die Geretsrieder Erzählerin Mechthild Weigert in ihre „Geschichtenhöhle“.

Einer von vielen Hinguckern war der Stand von Solange Spangler, die vor 20 Jahren ihren Heimatort an der Elfenbeinküste verließ, und nun afrikanische Accessoires wie zum Beispiel Tischläufer oder Kuschelwärmetiere verkauft. „Ich lebe gerne in Gelting City“, sagte sie mit leicht französischem Akzent. Mit dem aus dem Adventsbasar erzielten Einnahmen unterstützen die Freunde Djibos diesmal den Bau einer Solaranlage in Burkina Faso. „Sie wird noch in diesem Jahr fertig“, hofft Hurnaus. Peter Herrmann

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