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„Fridays for Future“ und Grüne Jugend fordern sofortige Verkehrswende 

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Von: Daniel Wegscheider

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Jugendliche der Fridays for Future Bewegung
Die Jugend fordert „jetzt zu handeln“ für eine Mobiltätswende im Landkreis. © Wegscheider

Landkreis/Bad Tölz – Auch wenn es coronabedingt derzeit für die „Fridays for Future“-Bewegung im Landkreis nicht möglich ist, für ihre Klimaschutzforderungen auf die Straße zu gehen, sind sie nicht gänzlich von der Bildfläche verschwunden.

„Die Klimakrise schläft nicht, weil wir eine Pandemie haben“, betonte die 16-jährige Sarina Haushofer aus Reichersbeuern. Und so versammelten sich am Montagnachmittag vor dem Tölzer Landratsamt rund zehn Aktivisten mit Mund- und Nasenschutz sowie ausreichend Abstand zueinander, um dort bei einer Mahnwache ihre nachhaltigen Forderungen kundzutun. Anlass war der dort stattfindende Kreis-Umweltausschuss, der sich mit dem neuen Maßnahmenkatalog des Nahverkehrsplan befasste.

„Bus und Bahn statt Autowahn“

Auf einem Transparent steht geschrieben: „Verkehrswende jetzt: Bus und Bahn statt Autowahn.“ Für Katharina Brandhofer ist der Ausbau für öffentliche Verkehrsmittel eine Notwendigkeit, die längst überfällig sei. „Der letzte Nahverkehrsplan aus den 1990er-Jahren ist schon sehr alt“, betont die 20-Jährige aus Sachsenkam.

ÖPNV-Ausbau ist wichtig

Daher wollen die „Fridays for Future“-Anhänger und die Grüne Jugend des Landkreises den Kreismitgliedern ins Bewusstsein rufen, wie wichtig der ÖPNV-Ausbau ist“. Brandhofer lebt in Sachsenkam, dort fahre fünf mal am Tag der Bus durch. „Der letzte um 17 Uhr, da kann ich nicht mal mehr ins Kino fahren.“

Alternativen zum Auto

Zudem benötige es dringend eine „Alternative zum Auto“, so Brandhofer weiter. „Wir spüren die Auswirkungen am Walchensee und Sylvenstein. Der Ausflugsverkehr dort ist ein Wahnsinn.“ Brandhofer selbst bleibt am Wochenende lieber zuhause, „selber irgendwo hinfahren bei den ganzen Staus, kann man sich schenken“. Haushofer fasst zusammen: „Wir brauchen mehr Verbindungen und eine höhere Taktung, damit wir eine echte Auto-Alternative für die Bevölkerung haben.“

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