Furioser Auftakt des slowakischen Neuzugangs

Nach neun Niederlagen in Folge feierte Jozef Cierny, der neue slowakische Stürmer der Tölzer Löwen, am vergangenen Sonntagabend im Heimspiel gegen Passau einen Einstand wie er besser nicht hätte sein können. Es waren gerade einmal 31 Sekunden gespielt, da jagte er bereits die Scheibe zu seinem ersten Treffer in die Maschen. Und auch beim 2:0 durch Daniel Menge (9.), war der 34-Jährige maßgeblich beteiligt. Letztlich gewannen die Hausherren absolut verdient mit 3:0 (2:0, 0:0, 1:0). Am Freitag zuvor mussten die Löwen allerdings beim Tabellenführer in Herne eine nicht unerwartete 1:4 (0:2, 0:1, 1:1)-Niederlage hinnehmen. Der Ehrentreffer für die Isarwinkler Kufencracks gelang Michael Pfaff in der Schlussminute.

Wie so oft lagen auch am Sonntagabend Freud und Leid nahe beisammen. Von einer "Riesenerleichterung" sprach da Coach Dave Rich nach dem überzeugenden Sieg. Aber auch eine „verletzungstechnische Seuche heuer“, beklagte der Trainer. „Für Michael Pfaff dürfte die Saison gelaufen sein“, befürchtet er. Bei einer handfesten Meinungsverschiedenheit war der Verteidiger so unglücklich aufs Eis gestürzt, dass er sich dabei die Schulter auskugelte. Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, wird erst „die exakte Diagnose nach dem Durchleuchten zeigen“, war von der medizinischen Abteilung zu erfahren. Dass der erste Tölzer Sieg nach der Pleitenserie verdient war, daran gab’s keinen Zweifel. „Tölz hat über 60 Minuten alles gegeben“, lobte der Passauer Trainer Klaus Feistl. Kein gutes Haar ließ er hingegen an seinem Team. „Ich bin sehr, sehr enttäuscht“, sagte er. Nach dem „Totalausfall gewisser Leistungsträger“ und der angespannten finanziellen Lage in Passau müssen einige Spieler „jetzt mit dem Schlimmsten rechnen“. „Wir hatten heute wirklich keinen super Start und dennoch führten wir 2:0“, befand hingegen Rich. Das sei mit ein Verdienst von Cierny gewesen, der „sehr routiniert mit viel Erfahrung“ Ordnung ins Tölzer Spiel gebracht habe. Darüber hinaus war der zweite Shutout von Goalie Andreas Jenike ein Sonderlob wert: „Die Torwartleistung war heute echt top.“ Freilich waren auch dem Coach die konditionellen Defizite des neuen Slowaken nicht entgangen. „Aber er hat bislang mit uns erst dreimal trainiert. Der kommt immer besser in Form.“ So fasste Rich den gelungenen Einstand des neuen Stürmers zusammen: „Ich glaube, ohne ihn hätten wir heute nicht gewonnen.“

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