Betreuer proben

Oberland Werkstätten: Tagespflege im ehemaligen Laden

Tagespflege-Einrichtung im ehemaligen Verkaufsladen der Oberland-Werkstätten
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Eine Tagespflege-Einrichtung ist jetzt im ehemaligen Verkaufsladen der Oberland-Werkstätten entstanden.

Gaißach - Bei einem Probelauf startete die Tagespflege-Einrichtung für Senioren in Gaißach.

Ende Oktober haben die Gemeinde Gaißach und der kirchliche Träger Rummelsberger Diakonie ihre Pläne bekanntgegeben, im ehemaligen Verkaufsladen der Oberland Werkstätten am Egenbergerweg eine Tagespflege-Einrichtung für Senioren zu schaffen. Jüngst hat die Einrichtung unter Corona-Auflagen einen Probelauf mit sieben Betreuten gestartet.

Hoffen auf Impfschutz

Christine Meyer, Geschäftsführerin der ambulanten Dienste bei den Rummelsberger Anstalten, hofft die Eröffnung der neuen Tagespflege am 15. Juni durchführen zu können, sofern die Corona-Pandemie es zulässt. Immerhin könne man inzwischen davon ausgehen, dass alle über 80-jährigen Nutzer bis dahin einen kompletten Impfschutz haben werden, bestätigt sie auf Nachfrage.

Meyer, die in der mittelfränkischen Zentrale der Rummelsberger Anstalten sitzt, berichtet, dass die Nachfrage groß sei: „Die aktuell Betreuten und weiteren Anmeldungen kommen aus Gaißach und Bad Tölz, aber auch aus umliegenden Landgemeinden wie Greiling, Lenggries und Arzbach.“

Diakonie übernimmt Fahrdienst

„Tagespflege“ bedeutet, dass die alten Menschen in ihrer vertrauten familiären Umgebung wohnen bleiben können und daneben dieses tagesstrukturierende Angebot in Anspruch nehmen. Sie können von Angehörigen gebracht und wieder abgeholt werden, den Fahrdienst kann auch die Diakonie übernehmen.

Finanziert werden kann die Betreuung aus Mitteln der Pflegeversicherung. Die Besucher erhalten Frühstück, Mittagessen (das liefern die benachbarten Oberland Werkstätten) und Nachmittagskaffee. Neben der pflegerischen Versorgung sorgt das Fachpersonal auch für die körperliche und geistige Aktivierung und Stabilisierung der alten Menschen.

Bürgermeister Stefan Fadinger nennt es ein „wichtiges Angebot zur Daseinsvorsorge“, das alte Menschen unterstütze und ihre Angehörigen entlaste. Deshalb hat die Gemeinde die Liegenschaft an die Diakonie verpachtet und die Realisierung des Vorhabens nach Kräften unterstützt.

Rainer Bannier

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