Schlecht für den Sport, gut für die Schule

Gaißacher Ski-Rennläuferin Sophia Zitzmann erneut schwer verletzt aber auch gut motiviert

Sophia Zitzmann
+
Die Piste muss erst mal warten: Sophia Zitzmann hat sich das Syndesmose-Band im linken Knöchel zerfetzt und muss wohl bis März eine Trainingspause einhalten.

Gaißach – „Gelaufen“, dürfte die alpine Rennsaison 2020/21 für das junge Gaißacher Nachwuchs-Talent Sophia Zitzmann sein. „Sie ist bei einem Trainingslager-Aufenthalt in Finnland vor zwei Wochen eingefädelt. Dabei hat sie sich das vordere Syndesmose-Band im linken Knöchel zerfetzt“, erklärt Papa Dr. Jörg Zitzmann. Der Mediziner und alpine Sportwart im Skiverband Oberland (SVO) kann die schwere Verletzung seiner Tochter und deren Auswirkungen ganz gut einschätzen.

Freilich wurde die 17-Jährige daraufhin von Prof. Dr. Markus Walther in der Münchner Schön-Klinik operiert und befindet sich mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung. „Für die Situation ist es schon wieder ganz okay. Die Schmerzen im Fuß sind gut aushaltbar“, erklärt Sophia Zitzmann: „Ich bin bereits wieder dabei, Reha-Sport zu machen, um den Muskelverlust in der Verletzungspause so gering wie möglich zu halten.“ In der Heilbrunner Physio-Praxis von Merklinger und im heimischen Trainingsraum zu Hause in Gaißach im Keller. Insgesamt war die junge Isarwinkler Ski-Rennläuferin, die der Lehrgangsgruppe (LG) IIa des Deutschen Skiverbands (DSV) zusammen mit den Klein Schwestern Lea und Lara (SC Lenggries) angehört, zuletzt nicht gerade von Glück verfolgt. In ihrem ersten internationalen Jahr hatte sie sich im Sommer eine Sehne im Oberschenkel gerissen und war drei Monate lang ausgefallen. „Dann hat sie sich wieder gut herangearbeitet und jetzt das“, berichtet Papa Zitzmann.

Doch auch von der neuerlichen schweren Verletzung will sich die 17-Jährige nicht ausbremsen lassen. „Das ist irgendwie halt das Sportrisiko. So etwas passiert einfach immer wieder einmal“, erklärt sie nach wie vor gut motiviert, um nach der Wiederherstellung erneut anzugreifen. Das wird sich freilich noch einige Zeit hinziehen. „Ich rechne damit, dass sie ab März wieder einige vorsichtige Schritte auf Schnee wird machen können“, so der Mediziner.

Allerdings sieht der Papa durchaus auch einen positiven Aspekt im sportlichen Pech für seine Tochter, die das Christophorus Sportgymnasium in Berchtesgaden besucht: „Jetzt hat sie viel Zeit, um wenigstens gut Schule machen zu können.“

Ewald Scheitterer

Auch interessant

Kommentare