Zuschuss und Darlehen gewährt

Gebirgsschützenkompanie Ellbach will Schützenhaus sanieren – die Stadt hilft dabei

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Die Gastronomie im Schützenhaus Ellbach wurde im November neu an Heike Welker und Ousman Darbo verpachtet. Für Sanierungsmaßnahmen im Haus bewilligte die Stadt Bad Tölz den Gebirgsschützen als Eigentümern jetzt einen Zuschuss und ein Darlehen.

Bad Tölz/Ellbach – Seit November ist das Schützenhaus Ellbach mit seiner Gaststätte „Zum Schützenwirt“ nach längerem Leerstand wieder bewirtet. Die neuen Pächter sind Heike Welker und Ousman Darbo. Das Schützenhaus selbst gehört der Gebirgsschützenkompanie Ellbach (GSK), die dort auch ihre Schießen durchführt, zudem wird der Saal auch immer wieder für öffentliche Veranstaltungen genutzt. Die GSK stellte jetzt einen Zuschussantrag für die notwendigen Sanierungsarbeiten, der in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses behandelt wurde.

Dass eine Förderung nicht so selbstverständlich sei, wie man meinen würde, machte dabei Kämmerer Hermann Forster deutlich, schließlich werde der Unterhalt und Betrieb des Schützenhauses als wirtschaftliche Investition angesehen, die sich durch die Pacht refinanzieren lässt. Nur bei außerordentlichen Kosten sei die Stadt bisher schon eingesprungen. Forster erwähnte als Beispiele eine neue Blitzschutzanlage vor sieben Jahren (11.400 Euro) sowie die Reparatur des Daches für 15.000 Euro nach einem Sturmschaden im Jahr 2002. Die jetzige Sachlage sei aber auch nicht ganz einfach. Die Gastroküche sei umfassend zu erneuern und der Kanalanschluss müsse saniert werden. Der Kostenaufwand wird auf 120.000 Euro geschätzt. Der Parkplatz des Hauses dient auch als Wanderparkplatz im Sommer und für die Langläufer im Winter und wurde, wie Forster sagte, vom Betriebshof der Stadt bereits hergerichtet. Zudem wurde eine Halterung für den Maibaum errichtet, der bisher immer in einem extra ausgehobenen Loch versenkt worden war. Der Kämmerer würdigte die Nachwuchsarbeit der GSK im Schießsport und die „wichtige gesellschaftliche Funktion“ des Schützenhauses im östlichen Tölzer Ortsteil Ellbach. Der mit dem Vorstand abgesprochene Kompromiss sieht vor, dass die GSK ihre Rücklagen in Höhe von 37.000 Euro in die Sanierung steckt. Der ungedeckte Betrag in Höhe von 80.000 Euro wird über ein zinsloses Darlehen der Stadt in Höhe von maximal 55.000 Euro sowie einen Zuschuss in Höhe von maximal 25.000 Euro aufgebracht. Bei einer Bank hätte die Gebirgsschützenkompanie einen Kredit nur unter schlechteren Konditionen bekommen, da das Haus auf einem Erbbaurechtsgrundstück steht. Bereits im Jahr 2011 waren für Brand- und Wärmeschutzmaßnahmen 40.000 Euro als zinsloses Darlehen von der Stadt bewilligt worden. Die letzte Rate in Höhe von 5000 Euro wird am 30. Juni 2020 fällig. Der Ausschuss stimmte dem neuen Zuschuss und dem zinslosen Darlehen einmütig zu. Damit können die Ellbacher Schützen zwar - wie 1. Vorstand Volker Melichar nach der Sitzung sagte - ruhiger schlafen, doch spätestens in zehn Jahren steht eine Sanierung des Saales an, die wiederum einiges an Finanzmitteln erfordern dürfte. bo

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