Die Stimme aus Georgia

Deutsch-amerikanisches Trio Tanquoray präsentiert Soul-Gospel-Mix

Soul Gospel Mix von Tanquoray
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Präsentierten einen erfrischenden Mix aus Eigenkompositionen und Coversongs: (v. l.) Drummer Michael Deiml, Sänger Ashonte „Dolo“ Lee und Toby Mayerl.

Gelting – Auf die seit sieben Monaten übliche Livestream-Übertragung ins Internet musste die Oberpfälzer Band Tanquoray bei ihrem Auftritt in der Kulturbühne Hinterhalt zwar verzichten. Die Spielfreude war trotz der überschaubaren Besucherzahl jedoch riesig.

„Aufgrund der aktuellen Entwicklung haben wir uns aber nur für eine kleine Tour mit acht Auftritten entschlossen“, erklärte Pianist Tobi Mayerl. Das Konzert in der Kulturbühne Hinterhalt war jedoch schon das vorerst letzte, weil die folgenden Termine abgesagt werden mussten. So war es auch kaum verwunderlich, dass der allgemein vorherrschenden Pandemie-Angst am Donnerstagabend gerade mal zehn Besucher den Weg in das Kellerlokal fanden.

Sie erlebten zunächst einen schwungvollen Auftakt. Denn das treibende Schlagzeugspiel von Michael Deiml und die Stimme von Ashonte „Dolo“ Lee bestimmten die ersten Cover-Songs „A night to remember“ und „Don’t look any further“. Lee wuchs im amerikanischen Bundesstaat Georgia auf und sorgte später bei der Casting-TV-Show „The Voice of Germany“ für Aufsehen. Optischer Kontrapunkt war Keyboarder Toby Mayerl, der im roten Adidas-Trainingsanzug auftrat und somit an die Schauspieler aus dem amerikanischen Kinoerfolg „The Royal Tenenbaums“ erinnerte. Sein Klavierspiel fügte sich harmonisch ins Soundgefüge ein. Einen E-Gitarristen oder Bassmusiker vermisste da niemand mehr, zumal das Trio später auch gelungene Eigenkompositionen aus dem neuen Album „analogue x orange“ präsentierte. Dabei zeigte Michael Deiml, dass er nicht nur die Trommelstöcke schwingen kann. Seine raue Stimme passte vor allem zu den Country- und Gospelstücken der Band.

Mit der Zugabe „I’ll be there“ veredelte das Trio dann abschließend sogar noch einen Klassiker der „Jackson Five“. So bleibt dem Ensemble nur zu wünschen, dass sie bald wieder vor mehr Besuchern auftreten dürfen. Peter Herrmann

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