Gemeinderäte wollen konkrete Details

Das fordert Wackersberg zur Gastwirtschaft „Strasserhof“

 Gasthof „Strasserhof“ in Wackersberg
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Zukunft ungewiss: Der Eigentümer will den Gasthof „Strasserhof“ umbauen, um dort Gäste zu beherbergen sowie eine Tiefgarage unterzubringen.

Wackersberg – Eine schier unendliche Geschichte: die Sanierung und Weiterverwendung der Gastwirtschaft „Strasserhof“ in Wackersberg. Zukunft weiterhin ungewiss.

Nachdem es mit dem geplanten „Hotel Garni Straß“ nichts wird, beantragte der Inhaber des Areals eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans „Hotel Straß“. Im Wesentlichen geht es bei dem Bauvorhaben um eine Erweiterung der möglichen künftigen Nutzung der Fläche sowie den Einbau einer Tiefgarage. Während Letzteres bei den Wackersberger Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung durchaus auf Zustimmung stieß, erhitzten sich die Gemüter an der gewünschten Änderung von „Sondergebiet Hotel Straß“ zu einem „Sondergebiet Fremdenbeherbergung“.

„Ich sehe da die Gemeinde nicht in der Pflicht, hier etwas zu machen, ehe nicht eine detaillierte Planung vorliegt. Wir brauchen erst ein neues Betreiberkonzept“, befand Martin März. Vor allem störte er sich daran, dass mit der Nutzungsänderung offensichtlich die bisherige Planung aufgeweicht werden soll: „Dann haben wir letztlich kein Mitspracherecht mehr. Das wollen wir doch auch nicht, obwohl wir dem Ganzen durchaus positiv gegenüber stehen.“

In der Diskussion war deutlich geworden, dass die gewünschte Änderung über einen Hotelbetrieb hinaus auch den Einbau von Ferienwohnungen ermöglicht werden würden. „Auch diese wären in einer ,touristischen Nutzung‘ mit eingeschlossen“, erklärte hierzu Bürgermeister Jan Göhzold. „Wenn eine touristische Nutzung hierbei festgeschrieben würde, hätte ich mit der Änderung kein Problem“, führte Klaus Braun an.

Verständnis für den Antrag des Inhabers zeigte auch Dritte Bürgermeisterin Maria Wolf: „Ein möglicher Kauf-Interessent möchte doch zuerst wissen, ob seine Ideen überhaupt eine Chance auf Verwirklichung haben.“ Barbara Camelly fügte hinzu: „Ein ,Hotel Garni‘ ist in Sachen Nutzung schon sehr eng gefasst. Wenn wir da der Änderung nicht zustimmen, dann bleibt doch alles in dem jetzt für alle unbefriedigendem Zustand.“ Auch die meisten anderen Gemeinderäte waren der Meinung, dass es schon gut wäre, wenn auf dem Buchberg irgendetwas weitergehen würde.

Letztlich wurde ein Beschluss über den Änderungsantrag einstimmig vertagt. Allerdings solle dem Inhaber des Areals signalisiert werden, dass die Gemeinde auch den neuen Plänen „grundsätzlich positiv“ gegenüber stehen würde. „Wir wollen einfach zuerst wissen, was da passieren soll“, fasste der Rathauschef den Wunsch des Ratsgremiums zusammen. Sollte demnächst zumindest ein ausgearbeiteter Entwurf zur neuen geplanten Nutzung vorliegen, dann würde man sich gerne erneut damit befassen. Ewald Scheitterer

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