Kampf dem Müll

Gemeinsames Ramadama auf der Isar

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Am Ickinger Wehr. Die beiden Kanuten haben unterwegs schon viel Müll von den Kiesbänken und vom Ufer aufgelesen. 

Bad Tölz/Wolfratshausen/Schäftlarn – Ramadama mal anders, und zwar auf der Isar. Den Müll, den Ausflügler, Schlauchbootfahrer, Badegäste und Freizeitrowdys den Sommer über einfach da gelassen oder in den Fluss geworfen haben, räumten engagierte Wassersportler weg. Zusammen mit der Jugendsiedlung Hochland und dem Verein „Deine Isar“, die von Tölz bis Wolfratshausen unterwegs waren, säuberten die Kanuten vom Bayerischen Kanuverband die neun Kilometer von Wolfratshauser bis zum Bruckenfischer bei Schäftlarn.

Die Bilanz der Gemeinschaftsaktion nach fünf Stunden auf dem Wasser: ein Fahrrad, eine Gitarre, ein Kinder-Neoprenanzug, ein Gepäckroller, ein Wellblech, zwei Schilder vom Landesbund für Naturschutz, ein Leitpfosten, zwei Skistecken, zwei Stechpaddel, Plastikrohre, Glasflaschen, Getränkedosen und ein Haufen Plastik in allen Formen und Verrottungszuständen. Das waren nicht nur angeschwemmte Reste alter Biertragl, sondern auch ganz viele Plastikfetzen, die vom letzten Hochwasser an den Ästen im Gebüsch hängengeblieben waren. Insgesamt kamen fünf Kubikmeter Unrat zusammen. Sicher nicht von den Schlauchbootfahrern stammt hingegen der alte verrostete Wehrmachtshelm, den die Kanuten halb eingegraben am Ufer bei der Einmündung von der Loisach in die Isar fanden. Er war das interessanteste Fundstück beim diesjährigen Ramadama. ha

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