„Alles ist im Plan“

Geothermieprojekt Dorfen: „Erdwärme Isar“ dementiert Gerücht zu Fehlbohrung

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„Es gab keine Fehlbohrung“, betont die Erdwärme Isar GmbH. Dennoch heißt es abwarten, bis erste Ergebnisse einer ersten Bohrung vorliegen.

Icking/Dorfen – Die Gerüchteküche brodelt: spricht von einer ersten Fehlbohrung beim Geothermieprojekt Dorfen. Indes wiegelt die Betreiberfirma, die Erdwärme Isar GmbH, ab. Dementiert entsprechende Vermutungen. „Es ist alles im Plan“, sagte Winfried Büchl der Leiter der Geowissenschaften im Unternehmen, auf Nachfrage von DasGelbeBlatt.

Winfried Büchl zufolge liege die Bohrtiefe aktuell bei 5.500 Metern. Und: „Wir warten auf Ergebnisse“, schob er nach. Die Information, wonach die erste Bohrung ins Leere gelaufen sei – also nicht auf entsprechend verwertbares oder nicht genug Thermalwasser gestoßen – nannte Büchl „nicht richtig“. Aktuell würden noch Testarbeiten laufen „und wir warten auf die Auswertung der Untersuchungen“. Er mochte sich zwar nicht festlegen, wann diese Ergebnisse zu erwarten sind, sagte aber: „Lange kann es nicht mehr dauern.“

Davon geht auch Ickings Bürgermeisterin Margit Menrad aus: „Eigentlich sollte sogar diese Woche noch feststehen, ob die erste Bohrung erfolgreich war.“ Spekulationen über eine Fehlbohrung habe sie noch nicht aufgeschnappt, wohl aber die Information, dass es an der Bohrstelle Attenhausen nach Schwefel rieche. Das ist dann der Fall, wenn Thermalwasser bei ersten Pumpversuchen nach oben steigt und schwefelhaltige aber ungefährliche Abgase mit an die Erdoberfläche austreten. „Also ein gutes Zeichen“, so Menrad. Sie konnte zudem berichten, dass offensichtlich eine zweite Bohrung nun doch gleich auch in Attenhausen stattfinden soll und nicht, wie zunächst gedacht, in Walchstadt. Eine solche zweite Bohrung, so die Rathauschefin weiter, könnte bei einem solchen Projekt ohnehin die erfolgreichere sein, wusste die Bürgermeisterin zu berichten, die zumindest bis Redaktionsschluss nun weiter auf einen Anruf seitens der Betreiberfirma rechnet. Geologe Büchl wollte keinerlei Angaben zu einem weiteren Zeitplan machen. „Bald schon wissen wir mehr – alles ist soweit im Plan“, sagte er abschließend. tka

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