„Kuckucksbahn“ S7

Geplanter Ausbau der S7-Trasse nach Geretsried bekommt Gegenwind

Rot-gelb leuchtend bahnt sich die geplante S7-Trasse über die Wiese.
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Rot-gelb leuchtend bahnt sich die geplante S7-Trasse über die Wiese.
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
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Gelting – In dem anschaulichen, fast zehnminütigen Video „Kuckucksbahn“ fasst Heinz Wensauer alle Kritik am geplanten Ausbau der S7-Strecke vom Wolfratshauser S-Bahnhof über Gelting bis nach Geretsried-Stein zur Endstation zusammen.

Erstellt wurde die 3D-Animation mit einer Drohne von Marinus Vogl der Firma „Air Bavarian“. Zu sehen ist der Clip auf dem Internetkanal Youtube – er wurde bisher fast 4.500 mal angeklickt.

Wensauer, 78 Jahre alt aus Wolfratshausen, will mit dem Kurzfilm wachrütteln. Er befürchtet, dass die etwa für fünf Jahre angesetzten Gleisbauarbeiten nicht nur zu einem Verkehrs-Chaos führen werden, sondern Biotopflächen, Sportanlagen und Naherholungsgebiete zerstören werden. „Auch das Privateigentum verloren geht und die Lärmbelästigung zunimmt.“

Wensauer zieht mit seinem Titel „Kuckucksbahn“ den Vergleich mit zum echten Kuckuck: Wie in der Natur sei den Anwohnern der betroffenen Region ein ungewolltes Ei ins Nest gelegt worden, die mit dem Ausbrüten und Aufziehen dann Schaden erleiden.

Der geplante S7-Ausbau wird voraussichtlich im Februar ein neues Kapitel aufschlagen, wenn eine Online-Konsultation im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens stattfinden wird. Eigentlich wäre ein Erörterungstermin mit persönlicher Anwesenheit für alle Betroffenen angesetzt, aufgrund der aktuellen Situation wird das nun durch eine Konsultation im Internet ersetzt. Thomas Loibl, Pressesprecher der Stadt Geretsried, berichtet auf Nachfrage: In Kürze werde es eine Meldung geben, wie die Online Konsultation ablaufe. „Die Teilnehmer werden aber auf jedem Fall die Möglichkeit haben, sich zum Projekt S7-Verlängerung zu äußern.“ Franca Winkler

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