Notorischer Schwarzfahrer

21-Jähriger muss sich wegen „Erschleichen von Leistungen“ verantworten

21-Jähriger muss sich wegen „Erschleichen von Leistungen“ vor Gericht verantworten
+
21-Jähriger muss sich wegen „Erschleichen von Leistungen“ vor Gericht verantworten

Geretsried – Am 20. Dezember 2019 wurde ein Geretsrieder ohne gültigen Fahrschein zwischen Giesing und dem Münchner Ostbahnhof in einer S-Bahn angetroffen.

Da ihm dies auch in anderen öffentlichen Nahverkehrsmitteln gelegentlich passierte, musste sich der 21-Jährige nun wegen des Erschleichens von Leistungen vor dem Amtsgericht verantworten.

„Ich hatte ein Ticket, wusste aber nicht, dass es abgelaufen war“, behauptete der Angeklagte. Als Beweis zog der Asylbewerber einen Berechtigungsschein hervor, der zwei Tage vor der Fahrkartenkontrolle ausgelaufen war. Weil er schon mehrmals unberechtigt Leistungen bezogen hatte und sich falsche oder abgelaufene amtliche Ausweise beschafft hatte, verurteilte ihn ein Münchner Gericht im Mai 2020 zur Ableistung von Sozialstunden. Zudem musste der Angeklagte 150 Euro Strafe zahlen. Da das Vergehen vom Dezember 2019 vor der Münchner Verurteilung lag und damals verhandelt werden hätte können, stellte Richterin Friederike Kirschstein-Freund das Strafverfahren ein. Denn das damalige Urteil wäre auch mit der Einbeziehung des Dezembervorfalls nicht strenger ausgefallen, zumal der Fahrpreis nur 3,30 Euro betrug. „Wenn Sie sich aber noch mal etwas zu Schulden kommen lassen, müssen sie mit einer hohen Geldbuße rechnen“, warnte die Richterin den Angeklagten. Der 21-Jährige gelobte Besserung und erinnerte sich an einen Spruch seines Vaters: „Er hat mir gesagt, dass ich eines Tages im Gefängnis landen werden, wenn ich so weitermache.“ Peter Herrmann

Auch interessant

Kommentare