Keramikausstattung kostet 13.000 Euro

Bauausschuss befürwortet öffentliche Toilette in der Mitte

Tiefgaragenbaustelle in Geretsried
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Großbaustelle: An der Egerlandstraße soll ein Wohn- und Geschäftshaus sowie eine Tiefgarage entstehen.

Geretsried – Bereits vor zweieinhalb Jahren stellte das Büro Kehrbaum Architekten den Stadträten Pläne zur Gestaltung eines öffentlichen WCs an der Egerlandstraße 58 – 74 vor. Nun wird es konkret.

Nun legte Christoph Otawa vom Bauamt aktualisierte Planungen zu einer Keramik- und Edelstahlversion vor.

Obwohl die Baugenossenschaft Geretsried die Bauherrin der Toilettenanlage ist, wurde der Stadt Geretsried ein Mitspracherecht bei der Gestaltung eingeräumt. Beim Workshop im März 2018 entschieden sich die Stadträte für eine gehobene Keramikausstattung. „Das Architekturbüro Kehrbaum schätzt die Kosten auf 10.000 bis 13.000 Euro“, erklärte Otawa. Für eine Edelstahlgestaltung müssten rund 25.000 Euro ausgegeben werden. „Sie bietet mehr Schutz vor Vandalismus, sieht aber weniger einladend aus und erinnert eher an die Toiletten auf Autobahn-Rastanlagen“, gab Otawa zu bedenken. Außenwände aus satiniertem Glas könnten für etwas mehr Transparenz sorgen.

Da die Stadt die Mehrkosten für die Edelstahlvariante zahlen müsste und deren Erscheinungsbild den meisten Mitgliedern des Bauausschusses missfiel, befürwortete die Mehrheit die Keramikausstattung. Lediglich Arthur Wolfseher (SPD) war damit nicht einverstanden. Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste) regte an, bei der Keramikvariante ein mittleres Preissegment anzustreben. Ihm missfiel zudem, dass der Alarm in der Behindertentoilette im Notfall nur im Vorraum ertönt. „Besser wäre es, wenn das Signal an zentraler Stelle zu hören ist“, schlug Kohlert vor. Der Änderungsvorschlag wird der Baugenossenschaft mitgeteilt. ph

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