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Geretsried: Baugenossenschaft feiert Richtfest an der Egerlandstraße

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Von: Peter Herrmann

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Bürgermeister Michael Müller, Architekt Klaus Kehrbaum und BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig (v. l.) begrüßten 190 geladene Gäste zum Richtfest
Bürgermeister Michael Müller, Architekt Klaus Kehrbaum und BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig begrüßten 190 geladene Gäste zum Richtfest. © Peter Herrmann

Geretsried – In Geretsried wurde das Richtfest für den Neubau an der Egerlandstraße gefeiert.

Vor zwei Jahren hat die Baugenossenschaft (BG) die Häuserzeile an der Egerlandstraße 58 – 74 abgerissen, um dort ein modernes Gebäude mit frei finanzierten Mietwohnungen, Läden sowie einer Gastronomiefläche zu errichten. Nun feierten Handwerker, Projektbeteiligte und Stadträte das Richtfest.

„Im Prinzip bauen wir drei verschiedene Objekte übereinander“, erklärte BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig. So werden in der Tiefgarage 100 private und 134 öffentliche Stellplätze zur Verfügung stehen. Im Erdgeschoss entstehen große Ladeneinheiten für ein Lebensmittelgeschäft und einen Drogeriemarkt.

Mietwohnungen für etwa 200 Bewohner

Zudem fand die BG einen Gastronomiepächter und plant die Einrichtung von drei weiteren kleinere Läden im Erdgeschoss und ein Büro in der ersten Etage. „Mit diesem Neubau wollen wir die doch recht unpassenden Erdgeschosswohnungen des Altbaus durch Einheiten ersetzen, die die politisch gewünschte und handelstechnisch nötige Frequenz in die Innenstadt bringen“, wünscht sich Selig.

Besonderen Wert legte die BG auf die Schaffung von 95 Mietwohnungen für etwa 200 Bewohner. Dazu gehören auch drei Wohngruppen für Personen mit Einschränkungen mit je drei Wohneinheiten sowie einem Gemeinschaftsraum. Ende 2022 soll der moderne Neubau bezugsfertig sein.

Bürgermeister Michael Müller nannte das Richtfest einen „Meilenstein auf dem Weg zur Neuen Mitte“. Er lobte die modernen Raumaufteilungen, die energetische Bauweise und die Beachtung der Barrierefreiheit. „Hier entsteht ein überschaubares Quartier, in dem die Bewohner die Möglichkeit haben, einander kennen zu lernen und sich mit ihrer neuen Umgebung zu identifizieren“, erklärte der Ratshauschef.

Reduzierter Autoverkehr

Dass der Autoverkehr dabei deutlich reduziert beziehungsweise in den Untergrund geleitet wird, freute ihn besonders. Architekt Klaus Kehrbaum lobte vor allem den Mut der Stadträte, die einer weitreichenden Umgestaltung des Zentrums zugestimmt haben. „Das ist eine Dimension, die für Geretsried besonders ist“, unterstrich Kehrbaum.

Nach dem traditionellen Richtspruch von Krämmel-Oberbauleiter Gerhard Niegel und Führungen durch die Baustelle traf sich der Großteil der 190 geladenen Gäste im Ratsstubensaal zu einer Feier, die die Gartenberger Bunkerblasmusik musikalisch begleitete.

Peter Herrmann

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