Isarindianer beim „Isarsommer“

Bluessänger Willy Michl tritt am 27. August im Biergarten der Ratsstuben auf

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Freuen sich auf das Gratis-Konzert (v.l.): Zweite Bürgermeisterin Sonja Frank, Willy Michl, Anita Zwicknagl vom Kulturamt und Konzertveranstalter Günter Wagner.

Geretsried – Bis Ende November bietet die Stadt regionalen Musikern im Rahmen der kostenfreien „Isarsommer“-Konzertreihe die Möglichkeit, vor Publikum aufzutreten. Nun gelang es dem Veranstalter Günter Wagner und Anita Zwicknagl vom Kulturamt, den Münchner Bluesbarden Willy Michl nach Geretsried zu locken.

„Ich bin bisher immer nur auf der Isar an Geretsried vorbeigefahren“, bedauerte Michl. Dass die Stadt seit ihrer Gründung viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene aufgenommen hat, imponiere ihm. „Die Leute hier haben ein offenes Herz und zuletzt unter dem Lockdown gelitten: Deshalb möchte ich ihnen eine Freude machen“, kündigte der Münchner an. Neben bekannten Songs wie dem „Bobfahrerlied“ oder dem „Isarflimmern“ will er auch jede Menge „Talkin‘ Blues“ zum Besten geben. Soll heißen: Willy Michl wird teils heitere, teils gesellschaftskritische Geschichten erzählen und seine bekannten Hits auch mal in veränderten Versionen spielen. „Ich möchte, dass das Publikum und der Indianer ihr Herz vereinen: Das ist mir bis jetzt immer gelungen“, versprach Michl. Helfen wird ihm dabei sicherlich auch seine semiakustische Ovation-Gitarre, die Stimmungen klangvoll zum Ausdruck bringt.

Wie populär der Blues-Barde immer noch ist, zeigte sich auch vor dem Pressegespräch. Als er barfuß im Indianergewand an einer gerade aus dem Rathaus kommenden Hochzeitsgesellschaft vorbeischritt, erhielt der Sänger viel Applaus. Nachdem Michl dem frisch vermählten Ehepaar seinen Indianersegen erteilt hatte, flirtete er mit Sonja Frank. Die zweite Bürgermeisterin wollte wissen, warum er einen Holzstecken mit sich führte. Die Antwort kam prompt: „Frau Bürgermeisterin, Sie san a feine Frau, wenn Sie über meinen Stab nachdenken“, scherzte Michl mit einem Augenzwinkern. Trotz dieser zweideutigen Anspielung musste auch seine Frau Cora herzlich über diesen Spruch lachen. „Wir sind seit 28 Sommern zusammen und ein wahres Liebespaar“, erzählt der Liedermacher. Selbstverständlich wird Cora Michl ihren Mann auch am 27. August wieder nach Geretsried begleiten. „A Indianer hat sein Weib immer dabei“, stellte der 70-Jährige klar.Peter Herrmann

Konzertreihe Isarsommer: das Programm

Geretsried – Um das kulturelle Leben auch in Zeiten der Corona-Pandemie zu unterstützen, bietet die Stadt Geretsried lokalen Musikern die Möglichkeit eines Auftritts: Dafür wurde die Isarsommer-Konzertreihe ins Leben gerufen. Hier eine Übersicht der kommenden Auftritte: Donnerstag, 27. August: Willy Michl, der Isarindianer im Biergarten der Ratsstuben, bei Regen im benachbarten Ratsstubensaal; Anmeldung unter Tel: 08171/ 62 017. Donnerstag, 3. September: Acony Bell Trio mit Benni Schäfer. Freitag, 4. September: The Toddlers und Merged. Samstag, 5. September: Enno Strauß – Duo. Freitag, 11. September: Cicos Jazzorchester Geretsried. Donnerstag, 17. September: Willi Sommerwerk „Schön war die Zeit“. Freitag, 18. September: VAMILIENehre mit Titus Vollmer & family. Samstag, 19. September: Ivetta Martos mit Peter Wegele und Florian Sagner. Freitag, 25. September: Claudia Weiß Trio. Donnerstag, 1. Oktober: Organized 3 mit Max Grosch. Freitag, 20. November: Ligna Quartett.

Alle Konzerte starten jeweils um 19 Uhr im Saal der Geretsrieder Ratsstuben. Zudem ist der Eintritt bei allen Terminen frei. Anmeldung unter Tel: 08171/62 98 161 oder via E-Mail an: anita.zwicknagl@geretsried.de.


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