Hallenbad-Eröffnung verzögert sich

Brandschaden am Edelstahlbecken höher als ursprünglich angenommen

Start frühestens im Mai 2021: das interkommunale Hallenbad am Geretsrieder Schulzentrum.
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Start frühestens im Mai 2021: das interkommunale Hallenbad am Geretsrieder Schulzentrum.

Geretsried – Am 24. November kam es bei Schweißarbeiten an einer Edelstahlwand des interkommunalen Hallenbads zu einem Brandunfall.

Am Ende der letzten Stadtratssitzung des Jahres gab Bürgermeister Michael Müller (CSU) bekannt, dass dadurch der anvisierte Eröffnungstermin im März 2021 nicht eingehalten werden kann.

Aufgrund einer starken Rauchentwicklung, die durch das brennende Dämmmaterial entstanden ist, rückten Ende November mehrere Einsatzwagen der Feuerwehr an. Da der Brand rasch gelöscht werden konnte, schätzte die Polizei den Schaden zunächst nur auf etwa 20 Euro (wir berichteten).

Dieser Prognose widersprach Bürgermeister Michael Müller nun. „Ich kann mich öffentlich nicht zu einem Versicherungsfall äußern, aber es sind sicher mehr als 20 Euro“, erklärte er. Denn alleine das Ersatzteil für das Edelstahlbecken kostet schon 8.500 Euro. Aufgrund der braunen Verfärbung an der Brandstelle sind zudem Malerarbeiten und eine Rußbeseitigung notwendig. Da in den nächsten Wochen auch noch Wasserleitungen und Stromkabel geprüft werden müssten, kommt es zu zusätzlichen Verzögerungen. „Wir wissen noch nicht, wie sich der Vorfall auf den Eröffnungstermin auswirkt“, sagte Müller.

Da die entstandenen Schäden voraussichtlich erst Ende Februar vollständig behoben sind, könne die Inbetriebnahme frühestens zwei Monate später – das heißt im Mai 2021 – erfolgen.

Wie berichtet, entsteht auf einer Grundfläche von 2.540 Quadratmetern ein 320 Quadratmeter großes Wettkampf-, ein 137 Quadratmeter großes Springer- und ein 124 Quadratmeter großes Lehrschwimmbecken. Zudem ist für Kinder ein eigenes 24 Quadratmeter großes Becken vorgesehen.

Das gemeinschaftlich nutzbare Schul- und Sportschwimmbad für den Nordlandkreis finanzieren Geretsried, Dietramszell, Egling, Eurasburg, Icking, Königsdorf, Münsing und Wolfratshausen sowie der Landkreis Bad-Tölz Wolfratshausen. Der Landkreis beteiligt sich mit rund 825.000 Euro. Der Freistaat Bayern investiert 4,2 Millionen Euro in das rund 18 Millionen Euro teure Großprojekt. Die jährlichen Betriebskosten werden auf rund 750.000 Euro geschätzt, 521.000 Euro davon übernimmt die Stadt Geretsried. Peter Herrmann

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