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Geretsried: Erneut Fliegerbombe gefunden

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Von: Viktoria Gray

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Die Bombe, die am Donnerstag, 4. August, in Geretsried Gartenberg gefunden wurde. Es handelte sich um ein US-Fabrikat.
Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg: die Bombe, die am Donnerstag, 4. August, gefunden wurde. Es handelte sich um ein US-Fabrikat. © Stadt Geretsried

Geretsried - Am Donnerstag, 4. August, wurde wieder eine Fliegerbombe gefunden. Das ist bereits die Zweite in dieser Woche.

Dachten die Anwohner, dass es so schnell keine Evakuierung mehr gibt, so irrten sie. Denn bereits am Donnerstag, 4. August, hieß es gegen 11 Uhr wieder: „Fliegerbombe gefunden.“ Wie Sprecher Loibl, der wieder vor Ort war berichtete, handelte es sich bei der Bombe um „eins zu eins“ das gleiche Exemplar. Ebenso wurde das Relikt auf der gleichen privaten Baustelle im Rotkehlchenweg gefunden.

So mussten auch dieselben Anwohner wieder ihr Zuhause verlassen. In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, warum es nicht möglich sei, alle schlummernden Blindgänger in einem Schwung zu ermitteln. „Der Boden ist mit Metall kontaminiert“, erklärte Loibl. Sonden-Messungen seien demnach nicht möglich. Es müsse Schaufel für Schaufel abgewartet werden. „Die Bomben findet man erst beim Aushub.“

Bombenfunde in Gartenberg

Immer wieder werden in Gartenberg Bomben gefunden. Dort befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein Sprengstoffwerk für die Rüstungsindustrie der Dynamit Aktien Gesellschaft (DAG). Laut dem Arbeitskreis Historisches Geretsried flogen die Alliierten in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, am 9. April 1945, über das Gebiet und ließen in nur drei Minuten 2.078 Bomben fallen. Viele dieser Sprengbomben landeten als Blindgänger im Boden und schlummern dort bis heute.

Zum zweiten Mal in einer Woche hieß es nun warten und bangen. Diesmal war das Sprengkommando aber schneller. Gegen 15.40 gab es Entwarnung und die Anwohner durften zurück in ihre Wohnungen. Inzwischen sei man schon sehr routiniert in Sachen Bombenfund, sagte Loibl.

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