Ermittlungen wurden aufgenommen

Geretsried: „Rumänischer Chinese“ nach Kontrolle in Untersuchungshaft

Ein Polizist vor einer Gefängniszelle und einer Person darin.
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Der „rumänische Chinese“ muss vorerst in Untersuchungshaft bleiben. (Symbolbild)
  • Viktoria Gray
    vonViktoria Gray
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Geretsried - Vergangene Woche endete der unerlaubte Aufenthalt eines vermeintlichen Rumänen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt nun.

Wie die Grenzpolizeiinspektion Murnau mitteilt, endete am Mittwoch, 28. April, eine Kontrolle für einen Rumänen nicht folgenlos. Der 50-Jährige saß in einem Kleinwagen mit Tölzer Zulassung, als er in die Kontrolle geriet. Daraufhin händigte er einen rumänischen Personalausweis und einen rumänischen Führerschein aus. Beide Ausweise wichen jedoch von den originalen Dokumenten ab und wiesen Fälschungsmerkmale auf. Bei einer Personendurchsuchung wurden dann noch der Fahrzeugschein, eine Krankenversicherungskarte und eine Bankkarte gefunden. Diese drei Dokumente waren wiederum echt und auf die gleiche Person ausgestellt.

„Rumäne“ tatsächlich ein Chinese

Der „Rumäne“ wurde vorläufig festgenommen und mit zur Dienststelle nach Murnau gebracht. Hier wurden intensive Ermittlungen eingeleitet. „Es musste abgeklärt werden, ob die Daten auf den Ausweisen den tatsächlichen Personalien des Beschuldigten entsprachen“, berichtet Polizeihauptkommissar Henning Stünkel. Dies war nicht der Fall. Schließlich stellte sich heraus, dass es sich bei dem „Rumänen“ eigentlich um einen chinesischen Staatsangehörigen aus Shandong handelte. Zur Verständigung wurde ein Dolmetscher herangezogen.

Weiter berichtet die Polizei, dass der 50-Jährige bereits im Jahr 2019 unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland eingereist war. Wann er jedoch die gefälschten Dokumente erwarb und vor allem bei wem, bedarf noch der weiteren Abklärung. Tatsächlich jedoch öffnete er unter den falschen Personalien ein Bankkonto und ließ sogar ein Fahrzeug auf sich zu.

Seit 2019 in der Geretsrieder Gastronomie

Jedes Vorlegen eines gefälschten Ausweises bei einer offiziellen Stelle, stellt eine erneute Straftat dar. „Bei mehreren Arbeitgebern im Raum Geretsried weckten die vorgelegten falschen Ausweise keinen Verdacht“, so Stünkel. „Er war dort seit Jahren in der Gastronomie tätig und auch sozialversichert.“

Haftbefehl wegen Urkundenfälschung

Die Staatsanwaltschaft aus München entschied sich nun für eine Vorführung des Beschuldigten beim Amtsgericht in München. Am nächsten Tag erließ der zuständige Richter Untersuchungshaftbefehl wegen Urkundenfälschung und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz. Außerdem ordnete er die Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume des Beschuldigten an. In einem Büro konnte dann auch tatsächlich der noch gültige Reisepass des Chinesen mit seinen Echtpersonalien gefunden werden. Bis zur Gerichtsverhandlung wird der „rumänische Chinese“ in Untersuchungshaft bleiben müssen.

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