Projekt von Baugenossenschaft und Sparkasse

Zeitkapsel mit Corona-Maske: Grundstein für Geretsrieds neue Mitte gelegt

Verfolgten gespannt die Grundsteinlegung und die Versenkung der Zeitkapsel: (v.l.) Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Renate Waßmer, Hans Schmid, Christian Spindler, Günter Stowasser, Zweite Bürgermeisterin Sonja Frank, BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig, Wolfgang Hergeth und Stadtplaner Klaus Kehrbaum.
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Verfolgten gespannt die Grundsteinlegung und die Versenkung der Zeitkapsel: (v.l.) Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Renate Waßmer, Hans Schmid, Christian Spindler, Günter Stowasser, Zweite Bürgermeisterin Sonja Frank, BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig, Wolfgang Hergeth und Stadtplaner Klaus Kehrbaum.

Geretsried – 2020 ist alles anders: Bei der symbolischen Grundsteinlegung für das BGZ2 und das Sparkassen-Gebäude in Geretsried ist auch eine Corona-Maske versenkt worden.

Eine Zeitkapsel mit Zeitungen, Fotos, Euro-Münzen und einer Corona-Atemschutzmaske versenkten jüngst Vorstandsmitglieder der Baugenossenschaft Geretsried (BG), der Sparkasse sowie beteiligte Architekten und Bauarbeiter. Vor der Grundsteinlegung betonten sie die Notwendigkeit der Großprojekte.

Die Baugenossenschaft hatte im Winter 2019 den Altbau an der Egerlandstraße abgerissen. „Er hat die Anforderungen an die heutige Zeit in Fragen der Barrierefreiheit, des Energieverbrauchs, des Parkraumangebots und der städtebaulichen Stärkung des Zentrums einfach nicht mehr erfüllt und war dringend renovierungsbedürftig“, erklärte BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig. Da eine millionenschwere Generalsanierung diese Probleme nicht gelöst hätte, habe sich die Entscheidung für einen Neubau aufgedrängt.

Geschäftshaus mit 93 Mietwohnungen

Entstehen soll ein gemischtes Wohn- und Geschäftshaus mit 93 frei finanzierten Mietwohnungen, zwei großen und drei kleinen Läden sowie einer Gastronomiefläche. Vorgesehen ist zudem die Errichtung von 220 Stellplätzen in einer neuen Tiefgarage, die zum kleineren Teil nur den Mietern vorbehalten ist, zum größeren Teil aber später öffentlich nutzbar sein werde. „Die Tiefgarage wird mit der bereits bestehenden am Karl-Lederer-Platz verbunden werden“, kündigte Selig an. Besonders stolz ist der BG-Geschäftsführer auf die Bildung von drei Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen.

Selig prognostizierte auch, dass sich die Aufenthaltsqualität in der neuen Mitte nach der Fertigstellung der Neubauten und der Verlagerung der Parkplätze in Tiefgaragen deutlich verbessern werde. An die Zweite Bürgermeisterin Sonja Frank und den Stadtrat richtete er folgenden Appell: „Einigen Sie sich auf ein Parkraumkonzept, damit die Bürger wissen, wohin die Reise im öffentlichen Bereich gehen wird.“

Attraktive Mitte

Sonja Frank zeigte sich von den Planungen begeistert. „Mit den Neubauten des BGZ2 und der Sparkasse wird unsere neue Mitte um gleich zwei attraktive Gebäude reicher“, sagte sie. Die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Renate Waßmer, räumte zwar ein, dass das Geldinstitut zunächst keinen großen Neubau geplant hatte. „Als die Entwicklungen zur neuen Zentrumsgestaltung greifbar wurden, war uns aber bald klar, dass wir an dieser exponierten Stelle an der Entwicklung aktiv dabei sein wollen – und nicht die graue Maus am Eck inmitten von neuen Gebäuden“, betonte sie.

Vorstandskollege Christian Spindler pflichtete ihr bei. „Wir meinen, dass wir mit der Gestaltung unseres Gebäudes einen markanten Eckpunkt in der neuen Mitte setzen können“, versprach er. Rund 13 Millionen Euro investiert die Sparkasse in die Errichtung des siebengeschossigen Gebäudes mit einer Ladenfläche und 24 Wohnungen. Die beiden Neubauten der BG und der Sparkassen sollen Ende 2022 bezugsfertig sein. Peter Herrmann

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