1. dasgelbeblatt-de
  2. Lokales
  3. Bad Tölz - Wolfratshausen

Geretsried: Helmut Hahn erhält Kulturpreis der Stadt

Erstellt:

Von: Peter Herrmann

Kommentare

Kulturreferent Hans Ketelhut (l.), Anita Zwicknagl vom Kulturamt und Bürgermeister Michael Müller (r.) gratulierten dem neuen Kulturpreisträger Helmut Hahn in Geretsried vor dem Rathaus.
Vor dem Rathaus: Kulturreferent Hans Ketelhut (l.), Anita Zwicknagl vom Kulturamt und Bürgermeister Michael Müller (r.) gratulierten dem neuen Kulturpreisträger Helmut Hahn. © Herrmann

Geretsried – Jüngst erhielt der Geretsrieder Helmut Hahn den Kulturpreis der Stadt.

Er ist Vorsitzender der Eghalanda Gmoi z’Geretsried, Gründungsmitglied und Tubist der Gartenberger Bunkerblasmusik sowie Vorsitzender im Förderverein Geretsrieder Heimatmuseum. Zudem engagiert sich Helmut Hahn als Vizevorsitzender des Vereins Städtefreundschaften. Nun erhielt der 59-Jährige den Kulturpreis.

„Du bist ein unabdingbarer Teil des kulturellen Lebens in unserer Zeit“, lobte Bürgermeister Michael Müller den Preisträger. Bei einem Pressegespräch im Rathaus zeigte sich Helmut Hahn bescheiden. „Damit habe ich nicht gerechnet“, gestand der 59-Jährige.

Bereits als Kind nahm er am traditionellen Osterratschen-Brauch teil und schloss sich als Neunjähriger der Eghalanda Gmoi an. Sein bereits im Alter von 46 Jahren verstorbener Vater richtete in der alten Feuerwache im Stadtteil Gartenberg eine Heimatstube ein, die als Vorläufer des heutigen Stadtmuseums an der Graslitzer Straße galt.

Heute unterstützt sein Sohn diese Einrichtung als Vorsitzender im Förderverein Heimatmuseum. Kulturamtsleiterin Anita Zwicknagl verwies auf Hahns Verdienste bei der Völkerverständigung. Schließlich habe er familiäre Wurzeln im Egerland und in der ungarischen Partnerstadt Puztavám.

„Vermittler zwischen Ost und West“

Bei Reisen nach Tschechien tat der Diplom-Ingenieur viel für die Versöhnung zwischen den Einheimischen und den Vertriebenen. „Ich sehe ihn als Vermittler zwischen Ost und West“, erklärte Zwicknagl. Kulturreferent Hans Ketelhut schloss sich den Lobeshymnen an. „Er ist einer, der in der Bevölkerung integriert ist und traditionelle Werte pflegt“, betonte Ketelhut. Für Hahn selbst hat dieser Kulturpreis einen hohen Stellenwert. „Er ist wichtiger als der Oscar, weil er seltener verliehen wird“, scherzte er.

Die Stadt verleiht die Auszeichnung seit 2005 im Zweijahresrhythmus. Bisherige Preisträger waren Dr. Otto Rothe, Wolfram Weiße, Ingrid Obser, Roland Hammerschmied, Albrecht Widmann, Ingeborg Heinrichsen, Werner Sebb und der Spielmannszug Gelting.

Bis zum 29. April hatten die Bürger in diesem Jahr die Gelegenheit, Vorschläge für den Kulturpreis einzureichen. Danach fand eine nicht-öffentliche Beratung im Kulturausschuss statt. Die Entscheidung für Helmut Hahn traf schließlich der Stadtrat. Bei einem von der Gartenberger Bunkerblasmusik begleiteten Festakt im Ratsstubensaal nahm er die Auszeichnung und eine Skulptur entgegen.

Auch interessant

Kommentare