Musiker lobt seine Fischerchöre

Historisches Potpourri: Willi Sommerwerk erinnert an die Nachkriegszeit in Geretsried

Willy Sommerwerk
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Entführte das Publikum auf eine musikalische Zeitreise: Willi Sommerwerk im Ratstubensaal.

Geretsried – Die Isarsommer-Konzertreihe erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. So waren auch für den Auftritt von Willi Sommerwerk binnen kurzer Zeit alle Plätze im Ratsstubensaal reserviert.

Der Lokalmatador dankte es seinem Publikum mit einem amüsanten Rückblick in die Gründerjahre der BRD und sorgte zwischendurch mit Schlagern sowie Popklassikern für Stimmung.

2019 kamen rund 300 Gäste in den Ratsstubensaal, um die Premiere des damals neuen Programms von Willi Sommerwerk zu erleben. Im Rahmen der diesjährigen Isarsommer-Konzertreihe war der Auftritt von Willi Sommerwerk aufgrund der coronabedingten Zuschauerbeschränkungen nun sogar schon eine Woche zuvor ausverkauft. „Auch wenn wir heute weit auseinander sitzen, sind unsere Herzen nah beieinander“, erklärte der Liedermacher. Den Nerv des Publikums traf er mit seinem musikalischen und historischen Streifzug von Beginn an. Denn ein Großteil der Zuhörer hatte die Nachkriegsjahre und den rasanten Aufstieg Geretsrieds zur größten Stadt des Landkreises miterlebt.

Entführte das Publikum auf eine musikalische Zeitreise: Willi Sommerwerk im Ratstubensaal.

Angefangen von den amerikanischen Rosinenbombern während der Berlin-Blockade und der Gemeindegründung Geretsrieds bis zu den Studentenprotesten und der Eröffnung des Isarausstadions spannte der Geretsrieder Liedermacher einen weiten Bogen von der Weltpolitik bis hin zum kommunalen Mikrokosmos. Selbst Eröffnungen von beliebten Gaststätten wie „Zum Toni“ in der Gartenberger Böhmerwaldstraße – im Volksmund besser als „Bluatige Hack“ bekannt – fand Sommerwerk erwähnenswert.

Dazwischen gab er bekannte Schlager und Pophits von Künstlern wie Freddy Quinn, Caterina Valente, Vico Torriani, Elvis Presley, Simon & Garfunkel und den Beatles zum Besten. Den „Fab Four“ aus Liverpool widmete Sommerwerk am Ende der fast zweieinhalbstündigen Zeitreise auch seine Zugabe: Bei „Hey Jude“ hielten einige Besucher sogar laut mitsingend ihre leuchtenden Smartphones in die Höhe und waren damit wieder in der Gegenwart angekommen. Sommerwerk zeigte sich von dem positiven Zuspruch des Publikums begeistert: „Ihr seid die besten Fischerchöre, die man sich vorstellen kann“, lobte der Liedermacher seine Zuhörer. Peter Herrmann

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