Satzung geändert

Jugendrat Geretsried: Neues Höchstalter für Kandidaten

Setzen sich für die Interessen der Jugendlichen ein (hinten v. l.): Sabrina Lorenz, Isabella Schrills, Nicola Heucke, Jana-Elise Bärwinkel, (vorne v. l.) Simon Vielreicher, Dominik Heucke und Jakob Arendt.
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Setzen sich für die Interessen der Jugendlichen ein (hinten v. l.): Sabrina Lorenz, Isabella Schrills, Nicola Heucke, Jana-Elise Bärwinkel, (vorne v. l.) Simon Vielreicher, Dominik Heucke und Jakob Arendt.

Geretsried – Der Jugendrat Geretsried arbeitet auch politisch und hat nun einen wichtigen Schritt gemacht.

Vor zwei Jahren kam es zur Wahl von elf Jugendräten. Eine Zahl, die nach Ansicht von Isabella Schrills, Sabrina Lorenz und Simon Vielreicher noch ausbaufähig ist. Deshalb beantragten sie im Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport (Jusskus) eine Satzungsänderung, um den Jugendrat noch attraktiver zu machen.

Bisher durften sich alle Geretsrieder Jugendliche um das Amt bewerben, die höchstens 19 Jahre alt waren. Künftig sollen sich Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren zur Wahl stellen dürfen. Damit wird das Höchstalter der Gremiumsmitglieder bei einer dreijährigen Amtszeit auf 24 Jahre angehoben.

„Viele Jugendliche fangen erst im späteren Alter an, sich für Politik zu interessieren“, erklärte Vielreicher. Nach seinen Erfahrungen seien ältere Jugendliche selbstbewusster und tatkräftiger. Zudem beantragten die Jugendratsmitglieder einen weiteren Zusatzpunkt.

Denn bisher mussten Mitglieder ausscheiden, wenn sie ihren Erstwohnsitz wechselten. Künftig soll es ausreichen, wenn die Jugendlichen ihren Zweitwohnsitz und Lebensmittelpunkt in Geretsried haben. „Es wäre schade, wenn man rausfliegt, obwohl man sich hier noch engagiert“, betonte Sabrina Lorenz. Die Tochter der CSU-Stadträtin Sabine Lorenz studiert in Hof.

Die Mitglieder des Jusskus befürworteten einstimmig die vorgeschlagene Satzungsänderung. „Unser Jugendrat ist erwachsen geworden. Die Ideen passen. Meine Unterstützung habt ihr“, versprach Kulturreferent Hans Ketelhut (CSU). Felix Leipold (Freie Wähler), der selbst früher im Jugendrat saß, sieht das genauso. „Die Satzungsänderung ist wichtig, damit aktive Mitglieder dabeibleiben“, erklärte er. Heidi Dodenhöft räumte zwar ein, dass man mit 24 Jahren kein Jugendlicher mehr sei, konnte die Satzungsänderung aber ebenfalls nachvollziehen. Wolfgang Werner (SPD) verwies auf den Kindergeldanspruch, der bei einer laufenden Ausbildung bis zum Alter von 25 Jahren gelte.

Abschließend berichteten die drei Jugendräte über laufende Projekte. So wird diesen Herbst je eine Blumenwiese am Eiscafé L’Arena und in Gelting angelegt werden. 2021 sind eine Blade-Night sowie eine Sprechstunde für Jugendliche geplant. Darüber hinaus sind die Jugendräte im sozialen Netzwerk Instagram aktiv. ph

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