Schüler als Meteorologen

Geretsried/Landkreis: Forschungsprojekt zum Wetter gestartet

Dr. Cornelia Baumann von der Energiewende Oberland präsentiert ein selbst zusammengebautes Wettermessgerät.
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Misst verschiedene Wetterdaten: Dr. Cornelia Baumann von der Energiewende Oberland präsentiert ein selbst zusammengebautes Wettermessgerät.
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Geretsried/Landkreis – Seit Mai und bis Juli beobachten und messen rund 50 Schüler aus dem Oberland das Wetter in der Region.

Was die freiwilligen Schulgruppen ermitteln, schärft die Wahrnehmung für extreme Wettereignisse und deren Risiken. Zudem unterstützt es Kommunen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels und hilft Meteorologen, Auswirkungen von Wetter besser vorherzusagen.

Hagelschäden und Überflutungen dokumentieren und Wetterdaten messen: Im Oberland ist durch seine Alpenlage besonders viel los in Sachen Wetter. Und der Klimawandel verstärkt Wettereignisse in Zukunft auch noch, wenn wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann und damit intensivere Niederschläge entstehen.

Wie sich das Wetter im Oberland verhält und welche Auswirkungen es gibt, erforschen derzeit rund 50 Schüler beim Laien-Wetter-Netzwerk „KARE-Citizen Science“, einem Bürger-Wissenschaftsprojekt. Sie bauen eine Messreihe aus, die im Sommer 2020 mit wetterinteressierten Jugendlichen vom Gymnasium Geretsried und Lenggries begonnen hat.

Für die Forschungen ab Mai 2021 konnten weitere Jugendliche vom Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen gewonnen werden. Mit selbst zusammengebauten Wetterstationen mit Bauteilen aus dem 3D-Drucker werden etwa Temperatur, Luftdruck oder Niederschlag gemessen und die Daten ausgewertet. Ergänzt werden Beobachtungen, wie sich Wetterereignisse im Oberland auswirken. Dazu gehören unter anderem: die Zerstörung von Rollläden durch Hagel oder Straßenüberflutungen nach Starkregen.

Für Projektkoordinator Dr. Thomas Kox von der Abteilung Geographie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist die Kombination von Wetter und seinen Auswirkungen besonders spannend: „Extremwetterereignisse sind zunächst Naturereignisse, Probleme können dann entstehen, wenn der Mensch dazukommt, etwa wenn ein Haus direkt neben einem Fluss steht.“ Weiteres zum Projekt gibt es auf www.klimaanpassung-oberland.de zu finden.

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