Neuer Schatz des Stadtarchivs

Historische Filmreihe der Stadt Geretsried beleuchtet Tradition des Maibaumaufstellens

Die Vize-Bürgermeisterin Sonja Frank vor dem Rathaus
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Die Vize-Bürgermeisterin Sonja Frank vor dem Rathaus für Dreharbeiten der dritten Folge der historischen Filmreihe.
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
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Geretsried – In der dritten Folge der exklusiv produzierten Filmreihe aus dem Geretsrieder Stadtarchiv geht es um die Tradition des Maibaumaufstellens.

Die historischen und größtenteils unveröffentlichten Aufnahmen gibt es ab sofort, auf der städtischen Webseite zu sehen. Das Maibaumaufstellen hat in Bayern eine lange Tradition. In Geretsried gibt es seit vielen Jahren zwei Maibäume: den „Egerländer Maibaum“ am Karl-Lederer-Platz und den Maibaum in Gelting. Wird der eine traditionell am 1. Mai früh morgens gefällt und geschäpst, die Krone mit Kränzen geschmückt, durch die Egerländer Gmoi aufgestellt und nach vier Wochen wieder gefällt, ist der andere ein traditionell bayerischer Maibaum: weiß-blau bemalt und mit Handwerkszeichen dekoriert.

Vergangenheit trifft Gegenwart

Unter dem Motto Vergangenheit trifft Gegenwart wandert der Blick in der Filmreihe dieses Mal zum Maibaum nach Gelting. Im neuesten Clip „Schätze aus dem Stadtarchiv“ unterhält sich Sebastian Schrills, als erster Vorsitzender des Geltinger Burschenvereins, mit Ernst Walko, der als Heimatvertriebener vor vielen Jahren zusammen mit zwei weiteren Familien in das Anwesen Hasch (später Scheidl) einquartiert wurde.

Fester Bestandteil

Der Geltinger Maibaum und auch der Maitanz sind seitdem fester Bestandteil seines Lebens. „Ich habe direkt beim Maibaum gewohnt, habe mitgetanzt und konnte in das Haus gegenüber schauen. Dort hat meine spätere Frau gewohnt“, so Walko beim Dreh des Videos.

Nur alle vier Jahre

Der Geltinger Maibaum in der Ortsmitte wird dabei nur alle vier Jahre aufgestellt. „Zum Glück haben wir den Maibaum 2019 aufgestellt, dann sind wir dieses Jahr nicht so betroffen und 2023 ist es hoffentlich wieder möglich“, ergänzt Schrills mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage.

Online zu sehen

Nach den ersten beiden Filmbeträgen über die Geretsrieder Urzelzunft und die Ankunft der ersten Heimatvertriebenen vor 75 Jahren bietet der neue Beitrag nun Einblicke in das Maibaumaufstellen der 1950er -Jahre sowie der Gegenwart. Veröffentlicht wurde der Film am vergangenen Donnerstag und ist nun online auf www.geretsried.de unter der Rubrik „Kutlur“ und „Stadtarchiv“ zu finden.

„Eine kleine Alternative“

Im Rahmen einer exklusiv produzierten Filmreihe sind auf der städtischen Website zu besonderen Anlässen historische Bewegt-Bildaufnahmen aus dem Geretsrieder Stadtarchiv zu sehen. Bürgermeister Michael Müller sagt: „Die Pandemie lässt seit Monaten kaum Veranstaltungen zu. Mit unserer Filmreihe wollen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern immerhin eine kleine Alternative bieten.“

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