Beschürzter Bürgermeister packt mit an

Musikalischer Isarsommer: Premiere der kostenlosen Konzertreihe lockt viele Zuhörer an

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Mit Schürze und Spültuch: Bürgermeister Michael Müller (r.) half in der Küche des „Alten Wirths“ aus und begrüßte mit seiner Frau Daniela die Gartenberger Bunkerblasmusik.

Geretsried – Nach der Absagenflut an Konzerten und Großveranstaltungen wie den Kulturherbst bietet die Stadt regionalen Musikern im Rahmen des „Isarsommers“ alternative Auftrittsmöglichkeiten an. Die Auftaktveranstaltungen im Ratsstubensaal und im Biergarten des „Alten Wirths“ in Gelting begeisterten Musiker und Publikum gleichermaßen.

So zeigten die sechs Musikschullehrer Peter Wegele (Klavier), Tobias Weber (Gitarre), Gerd Fink (Posaune), Benjamin Schäfer (Gitarre), Björn Kellerstrass (Schlagzeug) und Florian Sagner (Trompete und Congas) im Ratsstubensaal ihr Können. Über zwei Stunden lang spielte das Jazz-Ensemble Instrumentalversionen von Klassikern wie beispielsweise „Autumn Leaves“ oder den Soundtrack zur Zeichentrickserie „Familie Feuerstein“.

Dazu ließen sich die Zuhörer Spareribs schmecken. Mit der Zugabe „What a wonderful world“ lieferten die sechs Musiklehrer abschließend noch einmal ein besonderes Schmankerl zum Nachtisch, der auch ohne Gesang mundete.

Zwei Tage später sorgte die Gartenberger Bunkerblasmusik im Biergarten des „Alten Wirths“ für eine gelungene Fortsetzung des Isarsommers. Dabei war Bürgermeister Michael Müller einmal in einer anderen Rolle zu erleben. Mit Küchenschürze, Spültuch und legerem T-Shirt begrüßte er die 74 Besucher im vollbesetzten Biergarten. Zusammen mit seiner Frau Daniela, die den Gasthof führt, und den Bedienungen hatte er alle Hände voll zu tun.

Müller brät Spiegeleier und Kartoffeln

„Ich habe die Bratkartoffeln und Spiegeleier zubereitet“, verriet der Rathauschef. Die aufgrund der Corona-Hygienebestimmungen begrenzte Kapazität des Biergartens reichte bei weitem nicht aus, um alle Nachfragen zu erfüllen. „Wir hätten locker das Vierfache an Gästen empfangen können“, sagte Müller. Melanie Großmann von der Stadtverwaltung und Nadine Wickert vom Kulturamt achten bei den Reservierungen darauf, dass nur Familienmitglieder eng zusammensaßen. „Heute sind wir alle ein Haushalt!“, freute sich Müller. Dann erkundigte er sich nach der Musikeranzahl, um die obligatorische Schnapsrunde für die „Bunkerbläser“ zu ordern. Roland Hammerschmied, Ludwig Schmid und Co. bedankten sich prompt mit einer bayerisch umgetexteten Version der britischen Nationalhymne und gaben ihr breites Repertoire an Volksmusik zum Besten. ph

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