Platz für Kultur und Archiv

Fotos und historische Dokumente werden künftig an der Elbestraße gelagert

Stadtarchiv Geretsried
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Noch sind die Regale leer: Kulturamtsleiterin Nadine Wickert und Bürgermeister Michael Müller freuen sich auf die November-Eröffnung.

Geretsried – Lange Zeit befand sich das Stadtarchiv im Keller des Rathauses. Wegen Platzmangel erfolgt nun der Umzug an die Elbestraße 25 b. Dort wurden auch Büros für die Mitarbeiterinnen des Kulturamts eingerichtet.

Im etwa 130 Quadratmeter großen Hauptraum stehen derzeit noch Umzugskartons und leere Stahlregale. In den kommenden Wochen werden sie gefüllt und rund 95.000 Bilder zur Stadtgeschichte in einer eigenen Fotosammlung aufbewahrt. „Das wird das Herzstück unseres Archivs“, berichtete Kulturamtsleiterin Nadine Wickert stolz.

Spezielle Folien an den Fenstern, wärmedämmende Vorrichtungen sowie ein modernes Belüftungssystem sollen das Kulturgut vor zu starkem Licht beziehungsweise Erhitzung schützen. Rechts neben dem Archivraum befindet sich der gemütlich mit einem Sofa gestaltete Eingangsbereich sowie die hell gestalteten Büros der fünf Kulturamtsmitarbeiterinnen. „Wir sind umgezogen, weil wir im Rathaus zu wenig Platz hatten“, erklärte Wickert. Dass die Dokumente und Bilder dort im Keller gelagert wurden, bezeichnet Bürgermeister Michael Müller als „nicht optimal“. Den Umzug ins Erdgeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses in der Elbestraße sieht er als Aufwertung der Kultur. „Das ist eine deutliche räumliche und personelle Optimierung“, betonte er.

Angemietet sind die Räume vorerst für zehn Jahre. Denn erst dann könnte der geplante Anbau des Rathauses, der von der Verlegung der B11 abhängig ist, vollzogen sein. Die Standortwahl an der Elbestraße war nicht zufällig. „Wir wollten im Umfeld des Rathauses bleiben“, unterstrich Müller. Zu Fuß sind es von dort etwa zehn Minuten zum Büro des Bürgermeisters. Zudem stehen vor dem Gebäude, das auch mit dem Bus gut zu erreichen ist, kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.

Auch Kulturreferent Hans Ketelhut begrüßte den Umzug. „Wir wollen, dass sich die Bürger noch mehr mit ihrer eigenen Kultur und Geschichte identifizieren“, sagte er. Ab dem 2. November wird das neue Stadtarchiv für Besucher geöffnet sein. Nadine Wickert wird dann Führungen anbieten und auch kuriose Fotos aus der Stadtgeschichte präsentieren, die aufgrund von Bildrechten nicht in der Zeitung veröffentlicht werden dürfen. Wer etwas Spezielles sucht, sollte sich einige Tage zuvor anmelden, damit Wickert die benötigten Dokumente schon einmal heraussucht. Zur Recherche wird Besuchern ein Arbeitsplatz mit Laptop zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Kultur und Archiv sind derzeit noch unter ihren bisherigen Telefonnummern erreichbar und erhalten später neue Rufnummern. Eine Erweiterung des Archivs in den nächsten Jahren hält Müller für denkbar. Peter Herrmann

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