Hallenbad wird Regiebetrieb

Stadtwerke übernehmen als Kommunalunternehmen die Verantwortung

Das interkommunale Hallenbad am Geretsrieder Schulzentrum soll Frühjahr 2021 fertig sein.
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Das interkommunale Hallenbad am Geretsrieder Schulzentrum soll Frühjahr 2021 fertig sein.

Geretsried – Ob das interkommunale Hallenbad wie vorgesehen im März 2021 eröffnet werden kann, ist angesichts eines Unfalls bei Schweißarbeiten und anderen Verzögerungen ungewiss.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb legte der Stadtrat indes schon fest, indem er einstimmig die Gründung des Regiebetrieb Hallenbad beschloss.

„Der Schwimmbadneubau inklusive Grundstück als auch der Betrieb sollen an die Stadtwerke als Kommunalunternehmen übereignet werden“, erklärte Rechtsanwalt Stefan Detig dem Geretsrieder Gremium. Durch die Gründung eines Regiebetriebs erhofft sich die Stadt Synergieeffekte, Einsparungen und steuerliche Vorteile.

Voraussetzung war die Änderung der Unternehmenssatzung der Stadtwerke, die der Stadtrat ebenfalls einstimmig beschloss. „Dadurch wird geregelt, dass die Kommune das Defizit übernimmt, das beim Betrieb des Hallenbads anfallen wird“, sagte Detig. Stadtrat Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste) erkundigte sich, wann über die Nutzungsgebühren des Hallenbads entschieden werden. Denn als Kommunalunternehmen müssen die Stadtwerke den Vereinen Belegungszeiten in Rechnung stellen.

Wie berichtet, befürwortete der Jugend- und Kulturausschuss im Juli ein Betriebskostenmodell für die Nutzung des neuen interkommunalen Hallenbads. Demnach sollen Geretsrieder Vereine für die Nutzung der Bahnen und Becken Gebühren bezahlen. Dagegen regte sich massiver Widerstand bei den Wassersportvereinen.

2.664 Unterschriften und keine Entscheidung

So starteten der DLRG-Ortsverband, der WSV 72, der Tauchclub Oberland und die Reha-Sport-Freunde im September die Petition „Rettet den Wassersport in Geretsried“, bei der 2.664 Unterschriften für eine Gebührenbefreiung für Vereine im neuen Hallenbad gesammelt und bereits im Rathaus abgegeben wurden. Bürgermeister Michael Müller (CSU) verwies erneut darauf: der Stadtrat entscheide erst im Rahmen seiner Haushaltsberatungen über die Nutzungsgebühren. Peter Herrmann

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