Im Waldpark wacht der Pan

Grünfläche im Geretsrieder Süden wird mit Holzskulptur aufgewertet

Waldpark-Pan: Enthüllung der Holzskulptur
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Der Waldpark-Pan wurde aus massivem Eichenholz geschaffen. Rund 40 Bürger und Anwohner kamen trotz Regen zur Enthüllung der Holzskulptur.

Geretsried – Zwischen Brahmsweg, Altvater- und Jeschkenstraße befindet sich ein etwa drei Hektar großes Waldstück, das seit zehn Jahren mit Hilfe der Ernst Pelz-Stiftung stetig aufgewertet wurde. Zum Jubiläum wurde nun eine besondere Holzskulptur enthüllt.

Nach dem Bau eines Kinderspielplatzes, Baumpflanzungen und der Schaffung von Spazierwegen präsentierte die Ernst Pelz Stiftung im Zentrum des Waldparks jüngst eine neue Attraktion. Stiftungsvorstand Jochen Pelz enthüllte eine 1,72 Meter große Holzskulptur. Der „Waldpark Pan“ ist das Gesellenstück der Geretsrieder Künstlerin Emma Müssig.

Drei Wochen benötigte die 20-Jährige, um an der Münchner Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk einen Eichenstamm stilvoll zu verarbeiten. Den Auftrag erteilte ihr Peter Pelz, Stifter und Vorsitzender des Stiftungsrates erteilt. „Das Holz ließ sich in feuchtem Zustand und aufgrund seiner Trocknungsrisse gut verarbeiten“, berichtete Müssig. Auf die symbolische Bedeutung der Skulptur wies Jochen Pelz hin. Denn der in der griechischen Mythologie auftretende Hirtengott Pan, der einen menschlichen Oberkörper und den Unterkörper eines Ziegenbocks besitzt, gilt auch als Schutzpatron des Waldes und der Natur. „Der Waldpark ist heute schöner und artenreicher denn je“, erklärte Pelz.

Dazu beigetragen haben vor allem die Bürger, die mit hohem ehrenamtlichen Engagement Müll beseitigen, Wege pflegen und sich um Anpflanzungen kümmern. Bürgermeister Michael Müller und Vize-Rathauschefin Sonja Frank dankten den vielen Helfern. „Wir wollen den Waldpark erhalten und stärken“, versprach Müller. Wohl wissend, dass in der Stadt auch neue Wohnungen und Baugrund benötigt werden, gelte es, eine Balance zu wahren.

Frank erinnerte in diesem Zusammenhang an das bundesweite Projekt „StadtGrün naturnah“, dem sich die Stadt angeschlossen hat. Dabei geht es beispielsweise um die Verwendung heimischer Arten bei der Baumpflanzung oder die Anlage von Blühwiesen im innerstädtischen Bereich. Die Ernst Pelz Stiftung legt viel Wert auf diese Zielvorgaben und stellte an verschiedenen Stellen des Waldparks bereits Infotafeln auf. Peter Herrmann

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