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Geretsried: Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit feiert 40-Jähriges

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Von: Peter Herrmann

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TVJA-Vorsitzende Kerstin Halba
TVJA-Vorsitzende Kerstin Halba erinnerte an die Geschichte des Trägervereins. © Peter Herrmann

Geretsried – Bei der Jubiläumsfeierlichkeit des Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) lobten die Redner vor allem die wichtige Funktion der verschiedenen Aufgabenbereiche.

TVJA-Vorsitzende Kerstin Halba bedankte sich in ihrem Grußwort zunächst bei den 35 hauptamtlich engagierten Mitarbeitern. „Ihr seid eine tolle Truppe“, lobte Halba. Sie erinnerte zudem an die Geschichte an des 1981 gegründeten Vereins, der 1983 an der Adalbert-Stifter-Straße das Jugendzentrum Saftladen eröffnete. 1994 bewilligte der Geretsrieder Stadtrat ein „Streetwork“-Projekt, das der Bayerischen Jugendring in den ersten drei Jahren zu 60 Prozent finanzierte.

Seit 1997 gehört diese Abteilung als fester Bestandteil zum Verein. Mitte der 1990er Jahre lautete die Zielsetzung, die offene Jugendarbeit im Geretsrieder Stadtteil Stein voranzutreiben. Doch erst im Herbst 2000 nahm der damalige Streetworker des Trägervereins Kontakt zu russlanddeutschen Jugendlichen im Übergangswohnheim auf und renovierte mit ihnen zusammen einen Container. Zwei Jahre später startete der TVJA das „Projekt Stein“ mit drei Containern.

Geretsried: Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit feiert 40-jähriges Bestehen

2003 folgte die Eröffnung des Jugendtreffs „Ein-Stein“. Seit Herbst 2010 ist der Trägerverein als Kooperationspartner für die Ganztagsbetreuung der Mittelschule verantwortlich, zunächst in der gebundenen Form, seit 2014 auch im Bereich „Offene Ganztagsschule“ und seit 2016 in Form einer Übergangs- und einer Deutschklasse.

Vor zwölf Jahren startete das Quartiersmanagment am Johannisplatz. Über den Neuen Platz erfolgte schließlich 2017 die Ausweitung auf das dritte Sanierungsgebiet, den Stadtteil Stein. Jungen Menschen bietet der Trägerverein seit 2011 im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in den beiden Geretsrieder Grundschulen und in der Jugendarbeit die Möglichkeit, sich einerseits beruflich zu orientieren und sich andererseits sozial zu engagieren.

Von 2012 bis 2015 verantwortete der TVJA das vom Bundesministerium des Inneren geförderte Projekt „Integration aktiv in Geretsried – gemeinsam geht‘s besser!“ (IAG), das sich vor allem an junge Familien im Stadtteil Stein richtete. Seit 2016 finanziert die Stadt die daraus resultierende „Koordinationsstelle Integration aktiv“. Im selben Jahr übernahm der TVJA die Schulsozialarbeit an der staatlichen Realschule Geretsried.

TVJA: „Der Verein ist ein Leuchtturm und Hafen in stürmischen Zeiten“

„Wir werden auch künftig unsere Chancen erkennen und wahrnehmen“, versprach TVJA-Vorsitzende Kerstin Halba. Ihr Vorgänger Michael Müller wurde 2014 zum Geretsrieder Bürgermeister gewählt und nahm die Einladung zum Festakt gerne wahr. „Der Verein ist ein Leuchtturm und Hafen in stürmischen Zeiten“, erklärte er. Ebenfalls lobende Worte fanden Ulrich Reiner, Leiter des Amtes für Jugend und Familie im Landratsamt, und Franz Späth von der Tölzer Jugendförderung.

Nach musikalischen Beiträgen von Schülern und Erwachsenen referierte Colin Paterson über das neue Kinder- und Jugendhilfestärkungsgesetz. „Ein Grundpfeiler jeglicher Netzwerke und damit auch der Jugendhilfe ist die Wertschätzung für das gegenseitige Tun“, betonte der Dipl.-Sozialpädagoge.

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