Teure Heimfahrt nach Lokalbesuch

Trunkenheit im Verkehr: 27-Jährigen zu hoher Geldbuße verurteilt

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Geretsried – Die Heimfahrt in alkoholisiertem Zustand kommt einem 27-Jährigen teuer zu stehen. Er wurde nun in Geretsried wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt.

Reichlich Alkohol konsumierte ein Geretsrieder in der Nacht von Samstag, 14., auf Sonntag, 15. März, diesen Jahres in einem Lokal an der Lausitzer Straße. Weil er danach einen Freund nach Hause fuhr und in eine Verkehrskontrolle geriet, musste sich der Mann nun vor dem Amtsgericht verantworten.

„Ich hatte zuvor eine Auseinandersetzung mit meiner Freundin und danach zu viel getrunken“, räumte der Angeklagte ein. Warum er trotz eines bei ihm um 5 Uhr morgens gemessenen Alkoholwerts von 2,18 Promille in sein Auto stieg, vermochte er ein halbes Jahr später nicht mehr zu sagen. „Ich fühlte mich gut und wollte nur einen Freund nach Hause bringen“, berichtete er. Die Fahrtstrecke betrug etwa zwei Kilometer.

Weil sein Führerschein eingezogen wurde, verlor der 27-Jährige zudem seinen Arbeitsplatz. In der Verhandlung legte der immer noch arbeitslose und von Schulden geplagte Geretsrieder Einspruch gegen die Rechtsfolgen des Strafbefehls ein. Die Staatsanwältin sah dazu keinen Anlass und erhöhte die Zahl der Tagessätze von 90 auf 100. Zudem beantragte sie, dass der Führerschein für weitere neun Monate gesperrt bleiben soll. Rechtsanwalt Nikolaus Kiefer hielt dagegen 80 Tagessätze zu je 15 Euro und einen achtmonatigen Führerscheinentzug für ausreichend.

Richter Helmut Berger folgte dieser Empfehlung weitgehend, erhöhte aber den Tagessatz auf 20 Euro, sodass der Angeklagte nun 1.600 Euro zu zahlen hat. Außerdem muss der 27-jährige Geretsrieder acht weitere Monate ohne Führerschein auskommen.

Strafverschärfend wirkte sich eine Voreintragung wegen Betrugs aus dem Jahr 2019 aus. Da der Angeklagte am 15. März den Zustand der absoluten Fahruntüchtigkeit erreicht habe, komme nun noch die Medizinisch-Psychologische Untersuchung auf ihn zu, verfügte Richter Helmut Berger zudem in seinem Urteil. ph

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