Unterstützer gesucht

Nagel und Faden will Fabrikhalle umgestalten

Vereinsvorsitzende Dr. Gabriele Rogge.
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Bittet um Mithilfe: Vereinsvorsitzende Dr. Gabriele Rogge.

Geretsried – Nachhaltigkeit und Wiederverwertung sind Dr. Gabrielle Rogge besonders wichtig.

Die Vorsitzende des neu gegründeten gemeinnützigen Vereins Nagel und Faden will zusammen mit derzeit zehn ehrenamtlichen Helfern am Bunsenweg 11 eine offene Werkstatt für alle Altersgruppen eröffnen.

Der Kreativität freien Lauf lassen

„Jeder kann kommen und unsere Werkstatt nutzen“, verspricht Dr. Gabriele Rogge. Die Augentierärztin, die seit 2018 eine Praxis am Neuen Platz führt, hat Ende Februar zusammen mit zehn Frauen und Männern den gemeinnützigen Verein „Nagel und Faden“ gegründet. In den angemieteten Werkstatträumen am Bunsenweg 11 sollen auf einer Gesamtfläche von rund 250 Quadratmetern künftig eine Holz-, Textil-, Papier-, Keramikwerkstatt und ein Repaircafè entstehen. An den professionell ausgestatteten Arbeitsplätzen können dann Menschen jeder Altersgruppe ihrer Kreativität vollen Lauf lassen.

Einrichtung fehlt noch

„Es besteht auch die Möglichkeit, Wissen, Geräte und Material zu teilen“, betonte Vereinsvorsitzende Rogge bei der öffentlichen Vorstellung des Vereins. Vorstandsmitglied Martin Bruckner verwies darauf, dass es in ganz Deutschland bereits rund 1.000 offene Werkstätten gibt. Dort werden den Menschen geeignete Räumlichkeiten, Werkzeug sowie Beratung geboten, um Gegenstände selbst zu reparieren oder neue eigene Projekte zu realisieren. Nun soll dies auch in Geretsried möglich sein. „In Geretsried fehlt so eine Einrichtung aber noch“, sagte Bruckner.

Standort bewusst gewählt

Der Standort der Halle wurde bewusst gewählt. „Die Nachbarschaft im Gewerbegebiet ist nicht lärmempfindlich“, weiß Vereinsmitglied Jennifer Kübler. Ihr Mann Florian Kübler leitet die Stopfix-Bremse Schröter & Co. GmbH: ein Unternehmen das vom Bunsenweg ins Geltinger Gewerbegebiet umsiedelte. „Als die Halle frei wurde, vermittelte unser Gründungsmitglied Götz Alexander Feldmann den Kontakt“, berichtete Jennifer Kübler. Die neben dem Gebäude liegende Grünfläche bietet sich als Spielplatz für Kinder und das Anpflanzen eines Gemeinschaftsgartens an.

Noch reichlich Arbeit

„Wir stehen tatsächlich noch am Anfang, sind aber mit Volldampf an der Entwicklung unseres Projektes“, erklärte Gabriele Rogge. So ist die Erstellung der Homepage www.nagel-faden.de wohl demnächst ebenso abgeschlossen wie ein Finanzplan. Neben Spenden sind nun vor allem engagierte Helfer willkommen. So muss zum Beispiel die Planung der Ausstattung, der Aufbau der Buchhaltung und Verwaltung, die Organisation des Werkstattbetriebes sowie die Schulung der Nutzer bewerkstelligt werden. „Es gibt noch reichlich Arbeit: Jeder Beitrag zählt“, appelliert Rogge an zukünftige Helfer.

Wer die offene Werkstatt des Vereins „Nagel und Faden“ unterstützen will, meldet sich bei Dr. Gabriele Rogge unter
Tel: 01578/1529962 oder per E-Mail g.rogge@nagel-faden.de.

Peter Herrmann

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