Geretsried will Mittelschule vorantreiben

Beginn einer neuen Ära? Nach den Plänen von Geretsrieds Bürgermeisterin Cornelia Irmer könnte es bereits ab dem neuen Schuljahr 2010/11 zu einer Zusammenlegung der beiden Hauptschulen in Geretsried kommen - das wäre die Geburtsstunde der Mittelschule. „Große Offenheit“, so Irmer, zeigte das Schulamt und die Rektoren beider Hauptschulen.

Thematisiert wird das Vorhaben nochmals auf der Stadtratssitzung am 26. Januar - dann mit einer Konzeptvorstellung, die sowohl die Vor- als auch Nachteile beleuchten soll. Explizit nannte Irmer im Rahmen der jüngsten Finanzausschuss-Sitzung zwei Positionen, die für eine zeitnahe Umstrukturierung sprechen: Zum jetzigen Zeitpunkt erfüllten sowohl die Adalbert-Stifter-Hauptschule als auch die Karl-Lederer-Hauptschule „alle notwenigen Voraussetzungen“. Zum anderen werde Rolf Lissel, Schulleiter der Adalbert-Stifter-Hauptschule, nach Ablauf des Schuljahres in Ruhstand gehen. Insofern schlug Irmer vor, „beide Standorte zwar beizubehalten, dann aber unter einer Schulleitung zusammenzuführen“. Wunschkandidatin für diesen Posten ist die derzeitige Rektorin der Karl-Lederer-Hauptschule, Eva-Maria Hörmann. Mit Nachdruck lobte Cornelia Irmer Hörmanns Engagement in der „Causa Mittelschule“. Ob Hörmann aber auch den Zuschlag erhält, ist ungewiss, „die Stelle ist zumindest schon einmal ausgeschrieben“. In Anbetracht dessen, dass bis 2020 keine rückläufigen Schülerzahlen prognostiziert sind, bleibt die Generalsanierung der Adalbert-Stifter-Hauptschule unabdingbar. Die Baumaßnahmen entpuppen sich allerdings gerade bei der angespannten Haushaltslage der Stadt Geretsried zu einem Mammutprojekt. Geschätze Kosten: Sechs Millionen Euro. In Zukunft sollen laut Irmer Ganztagsklassen in der Karl-Lederer-Hauptschule unterrichtet werden. Denn noch in diesem Jahr wird dort für knapp eine Million Euro eine neue Mensa gebaut (wir berichteten). Zudem hätten Schüler, deren Schulweg eine Länge von drei Kilometern überschreitet, Anspruch auf einen Schulbus. Bürgermeisterin Cornelia Irmer informierte bereits die Bürgermeister der Nachbarkommunen über das Vorhaben, die beiden Hauptschulen zusammenzuführen. Die Hauptschule in Bayern wird ab dem Schuljahr 2010/11 zur „Mittelschule“ weiterentwickelt. Ziel von Kultusminister Ludwig Spaenle ist es, künftig die Hauptschulen flächendeckend einzeln oder in Schulverbünden zu Mittelschulen zusammenzufassen. Diese sollen den Schülern eine breite Palette pädagogischer Elemente in ihrem Bildungsangebot garantieren. In diesem Zusamenhang ist auch an die Einführung eines Gütesiegels „Mittelschule“ gedacht. Allerdings erhalten das nur diejenigen Bildungseinrichtungen, die regelmäßig die drei berufsorientierenden Zweige „Technik“, „Wirtschaft“ und „Soziales“, ein Ganztagsangebot, sowie ein Angebot, das zum mittleren Schulabschluss führt vorhalten. Zudem sollen Mittelschule Kooperationen mit einer Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur eingehen.

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