Güner rückt für Irmer nach

Fraktionssprecher der Freien Wähler Irmer legt Stadtratsmandat nieder

Bürgermeister Michael Müller (l.) überreichte dem scheidenden FW-Stadtrat eine Urkunde
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Bürgermeister Michael Müller (l.) überreichte dem scheidenden FW-Stadtrat eine Urkunde

Geretsried – Anfang Januar beantragte Dominik Irmer (Freie Wähler) die Niederlegung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Stadtrat. Für ihn rückt FW-Ortsvorsitzende Ann-Kathrin Güner nach.

„Vor der Wahl dachte ich, ich schaffe das“, räumte Dominik Irmer bei seiner Verabschiedung ein. Doch nach seiner beruflichen Beförderung zum leitenden Angestellten bei der Firma Uniccomp GmbH und der damit einhergehenden Mehrbelastung stellte der 41-Jährige fest, dass er sich auf die Stadtrats- und Ausschusssitzungen nur noch unzureichend vorbereiten kann. „Die Tage sind sehr lang, sodass ich meinem Mandat nicht mehr gerecht werden kann“, bedauerte er. Zudem blieb zuletzt kaum noch Zeit für das Familienleben mit seiner Frau und der 20 Monate alte Tochter.

Als Listennachfolger war zunächst der frühere FW-Stadtrat Manfred Freiseisen vorgesehen. Doch der 78-jährige Rentner lehnte aufgrund seines hohen Alters ab. Deshalb vereidigte Bürgermeister Michael Müller (CSU) nun Ann-Kathrin Güner als neue Stadträtin. Die 33-Jährige leitet seit 2019 den Ortsverband der Freien Wähler und arbeitete zuletzt als Erzieherin in einer Kindertagesstätte in München-Fürstenried. Derzeit steht Güner kurz vor ihrem Bachelor-Abschluss im Studiengang Soziale Arbeit. Zum neuen FW-Fraktionssprecher wurde Heiko Hawla bestimmt. Der Fahrschullehrer sitzt künftig auch im Haupt- und Finanzausschuss. Sein Vorgänger Dominik Irmer erhielt als Anerkennung für sein zwölfjähriges Engagement im Stadtrat eine Urkunde und ein verpacktes Geschenk. „Du warst immer mit viel Elan bei der Sache“, lobte der Rathauschef. Seinen ehemaligen Stadtratskollegen wünschte Irmer ein konstruktives, sachliches und angenehmes Klima. „Wir sollten uns nicht von der Spaltung der Gesellschaft, die derzeit vor allem in den sozialen Medien zu beobachten ist, beeinflussen lassen“, wünscht sich der Familienvater.ph

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