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Geretsrieder Liste beantragt Anbringung von „Leergutsammlern“ im Stadtgebiet

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Von: Viktoria Gray

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 Leere Pfandflaschen
Für leere Pfandflaschen sollen – wie die Geretsrieder Liste findet – im Stadtgebiet sogenannte Leergutsammler angebracht werden. © panthermedia/ponsulak

Geretsried – In der jüngsten Geretsrieder Stadtratssitzung forderte die Geretsrieder Liste, dass 50 „Leergutsammler“ – Sammelstellen für Pfandflaschen – im Stadtgebiet angebracht werden.

„Trotz eines hohen Wohlstands in Geretsried gibt es auch hier Menschen, die Pfandflaschen sammeln müssen, um ihr Leben zu leben“, schreibt Patrick Kohlert, Fraktionsvorsitzender der Geretsrieder Liste, in dem Antrag. Eine menschenunwürdige Situation, wie er findet.

„Jeder sollte genug zum Leben haben, ohne von den Abfällen anderer zu leben“, schreibt Kohlert weiter. Deshalb fordern er und seine Kollegen Volker Reeh und Elmar Immertreu nun die Anbringung von „Leergutsammlern“ – also Halterungen, die etwa an städtischen Laternen oder Mülleimern zusätzlich angebracht werden. F

Die Würde der Flaschensammler wahren

Vorstellen könne man sich diese wie installierte Bierkästen, aus denen sich die Bedürftigen die Flaschen einfach rausnehmen dürfen. So könne man laut Geretsrieder Liste „die Würde der Flaschensammler wahren“ und sie müssten nicht mehr im Müll nach den Pfandflaschen suchen.

Die Fraktion geht davon aus, dass 50 Sammelstellen zunächst ausreichen sollten. Finanziert werden sollen diese dann über den städtischen Haushalt.

Kohlert rechnet auch vor, mit welchen Kosten insgesamt zu rechnen ist. Pro Sammler seien demnach, circa 115 Euro zu veranschlagen. Bei 50 Stück wäre man somit bei Gesamtkosten von 5.750 Euro. Hinzukommen würden noch die Montagekosten durch den städtischen Bauhof.

„Leergutsammler“ sollen bis Oktober im Geretsrieder Stadtgebiet angebracht sein

Angebracht werden sollen die „Leergutsammler“ – wenn es nach der Geretsrieder Liste geht – möglichst bald. Sie fordern, dass die Umsetzung „zeitnah jedoch spätestens bis 31. Oktober“ erfolgen soll.

Der Antrag soll in einer der nächsten Stadtratssitzungen – spätestens in der September-Sitzung behandelt werden. Unklar ist noch, wie die Halterungen am Ende genau aussehen sollen. Also die Größe und wie viele Flaschen dann etwa in eine hineinpassen könnten. Ob die Idee der „Leergutsammler“ dann im Stadtrat auf Zustimmung treffen wird, bleibt abzuwarten.

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