Geretsrieder muss 3.600 Euro wegen Sachbeschädigung zahlen

Amtsgericht: Im Suff Scheibe eingeschlagen

Amtsgericht
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Zu viel Alkohol konsumiert hatte ein 40-jähriger Mann im Juni. So viel, dass die Polizei kommen musste.

Geretsried – Innerhalb von fünf Stunden trank ein Geretsrieder nach eigenen Angaben bei einem Grillabend zehn Halbe Bier. Mit teuren folgen.

Weil er danach seinen Schlüssel nicht mehr in die Wohnungstür bekam, zertrümmerte der Geretsrieder die äußere Glasscheibe der Tür.

Nun musste sich der Angeklagte wegen Sachbeschädigung vor dem Amtsgericht verantworten. „Ich habe laut gegen die Scheibe geklopft. Irgendwann war’s leider ein bisschen zu fest“, sage der Geretsrieder. Bei dem Vorfall zog er sich an der Hand leichte Schnittwunden zu. Eine Frau, die sich an diesem Abend bei ihrer Bekannten im benachbarten Garten aufhielt, ermahnte den Mann zur Ruhe und alarmierte die Polizei. „Er hatte sich schon davor mit seiner Freundin gestritten, lallte und schwankte“, berichtete die Zeugin. Die Polizei stellte im Blut des Mannes einen Alkoholwert von knapp zwei Promille fest.

Der Sachschaden betrug 400 Euro, die vor der Verhandlung noch nicht abbezahlt waren. Aufgrund seiner sieben Vorstrafen – unter anderem wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Nötigung und Verleumdung – forderte der Staatsanwalt eine hohe Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 45 Euro. Richter Helmut Berger folgte dieser Empfehlung, sodass der Geretsrieder nun 3.600 Euro zu zahlen hat.

Aufgrund seines derzeitigen finanziellen Engpasses darf er den Betrag in monatlichen 75-Euro-Raten abstottern. Kurz vor dem Urteilsspruch erklärte der Angeklagte, dass er sich nach dem Vorfall von seiner Freundin getrennt hat und seit mehreren Wochen keinen Alkohol mehr trinkt. „Das geht einfacher, als ich dachte“, berichtete er. ph

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