Solarenergie am Geretsrieder Schulzentrum

Kreisbauausschuss beschließt Ausschreibung für Fotovoltaikanlage – Gesamtkosten 136.439 Euro

Eine Fotovoltaikanlage mit einem Bauarbeiter
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Eine Fotovoltaikanlage soll die neue Mehrfachturnhalle am Geretsrieder Schulzentrum erhalten.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Geretsried – Der Kreis Schul- und Bauausschuss hat zuletzt die Errichtung einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Dreifachturnhalle am Schulzentrum Geretsried einhellig beschlossen.

Nun wird die Verwaltung beauftragt die Planung und Ausschreibung vorzubereiten. Im Rahmen seines Energiekonzepts folgt der Landkreis seiner Beschlussrichtlinie, um „generell Fotovoltaikanlagen auf unseren Dächern ins Auge zu fassen“, berichtete Josef Niedermaier jüngst. Bekanntermaßen habe man sich dem Ziel der Energiewende Oberland verschrieben, bis ins Jahr 2035 energieautark zu werden.

Konkret ging es im Kreis-Bauausschuss um die Solaranlage am Schulzentrum Geretsried, dort steht eine große Dachfläche (1.400 Quadratmetern) zur Verfügung, die aufgrund der Neigung und Ausrichtung sowie aus statischer Sicht gut für eine Photovoltaikanlage geeignet sei. „Betrachtet man den Lastgang einer Schule mit zentralen Lüftungsanlagen, könnte hier eine relativ hohe Einsparung beim Strombezug erreicht werden“, berichtete Hauptamtsleiter Renè Beysel. Der Strom werde zu einem großen Anteil dort verbraucht, wo er entsteht. Beysel sagt: „Daraus lässt sich nicht nur die ökologische Sinnhaftigkeit ableiten sondern auch eine ökonomische.“

Mittlerweile wurde die Entwurfsplanung umgesetzt, die Baumaßnahmen belaufen sich auf 136.439 Euro. Vorgesehen sind gerahmte Solarmodule mit einer Leistung von 300 Watt Peak, kurz Wp, was der Spitzenleistung entspricht. Die Anordnung der Module erfolgt in gleicher Neigung wie das Dach, wobei 114 auf der West-Seite und 186 Module auf der östlichen ausgerichteten Dachseite platziert werden.

Der Vorteil einer Ost-West platzierten Solaranlage ist die Verteilung der Spitzenleistung auf einen größeren Zeitraum. „Die Anlagen erreichen morgens früher eine höhere Leistung, haben eine weniger ausgeprägte Mittagsspitze und liefern dann höhere Leistungen bis in die Abendstunden“, wie das zuständige Ingenieurbüro Marcus Klingler aus Benediktbeuern in seinem Plan­entwurf beschreibt.

„Die macht auch Sinn“, betonte Niedermaier und auch Beysel betrachtet die Auslastung wirtschaftlich: „Die Leistungsspitzen decken sich mit den Nutzungsspitzen.“ Somit werde die Eigennutzung zu 100 Prozent gedeckt, „außer in den Ferienzeiten, dann muss eingespeist werden“. Niedermaier betonte in diesem Zusammenhang aber auch einen Nachteil: „Die Auslastung steige mit der steigenden Digitalisierung.“

Geht die neue Fotovoltaikanlage auf der Schulzentrum-Turnhalle in Betrieb, erzeugt sie an einem Tag soviel Energie wie dafür auch benötigt werde, erklärte Beysel. Bisher verzichten die Planer auf Batterien, da laut der Berechnung bisher nicht der Bedarf dafür bestehe. Laut dem Hauptamtsleiter haben sich die Gesamtkosten der Solaranlage in acht bis zwölf Jahren amortisiert. Der Fachausschuss hat die Maßnahme vorbehaltlich der Beschlüsse zur Haushalts- und Finanzplanung im Kreisetat 2021 eingeplant. Daniel Wegscheider

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