Gläubige feiern Festgottesdienst in der Münsinger Kirche Mariä Himmelfahrt

Bischof weiht neuen Altar

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Weihschof Wolfgang Bischof (l.) weihte den neuen Altar in der Münsinger Pfarrkirche.

Münsing – Mit einem Ständchen empfing die Blaskapelle Münsing am Sonntagvormittag Weihbischof Wolfgang Bischof. Der Geistliche vertrat den erkrankten Erzbischof von München und Freising. Kardinal Reinhard Marx und weihte den neuen Altar der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

„A saubers Wetter habt’s euch ausgesucht. Lasst’s uns schnell neigehen“, kommentierte Weihbischof Wolfgang Bischof das Münsinger Schneetreiben. Der Geistliche besuchte nach eigenen Angaben zum ersten Mal die Münsinger Pfarrkirche. Die Neugestaltung der liturgischen Orte bildet den Abschluss der Mitte 2012 begonnenen Innenrestaurierung der Kirche. Da die Arbeiten in der Pfarrkirche schon vor Weihnachten abgeschlossen wurden, finden dort bereits wieder Gottesdienste statt. 

Der Ostallgäuer Bildhauer Thomas Link errichtete den neuen Altar und den neuen Ambo als schlichte Körper aus beigefarbenem Kalkstein, die sich harmonisch in den Raum einfügen und in farblicher und formaler Korrespondenz zum historischen Bodenbelag stehen. Bei der Restaurierung der Wände und der Decke wurde das Farbkonzept der letzten Renovierung von 1960 aufgegriffen. Ziel war es, die stilistische Vielfalt von Raum und Ausstattung zu einer harmonischen Einheit zu führen. 

Die historische Ausstattung wurde konserviert, die Haustechnik erneuert. Insgesamt kostete die Restaurierung rund 760.000 Euro – davon wurden 40.000 Euro für den Altar ausgegeben. 200.000 Euro kamen durch Spenden zusammen. Das entspricht etwa 90 Prozent des Eigenanteils der Kirche. Die Geschichte der Münsinger Pfarrkirche reicht bis ins achte Jahrhundert zurück. Noch aus der Spätgotik stammt der heutige Chor, während Turm und Kirchenschiff im 17. Jahrhundert im Stil des frühen Barock weitgehend neu errichtet wurden. Die Altarausstattung stammt aus dem 17., die Stuckierung des Wessobrunners Edmund Doll aus dem 18. Jahrhundert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche nach Westen verlängert und ein neubarockes Raum- und Farbkonzept umgesetzt, in das die letzte Innenrenovierung um 1960 allerdings erheblich eingriff. Der Altar, an dem die Gläubigen die Gemeinschaft mit Christus feiern, bildet das Zentrum des katholischen Kirchenraumes. Er enthält Reliquien von Heiligen oder Seligen. 

Weihbischof Wolfgang Bischof war es vorbehalten, den Altar mit Weihwasser zu besprengen und mit Chrisam zu salben. Anschließend wurde der Weihrauch auf dem Altar verbrannt und die Altarkerzen feierlich entzündet, bevor der Bischof das Weihegebet sprach. Erst danach durfte auf dem Altar Eucharistie gefeiert werden. Nach dem Gottesdienst lud Pfarrer Martin Kirchbichler die Gläubigen zu einem Fest im Gemeindesaal ein.

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