1. dasgelbeblatt-de
  2. Lokales
  3. Bad Tölz - Wolfratshausen

Glück hat nicht immer nur der Tüchtige

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Der eingewechselte Flori Voit ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum 3:1.
Der eingewechselte Flori Voit ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum 3:1.

Von

HANS DEMMEL, Gaißach - Fast nicht wieder zu erkennen war der SC Gaißach vier Tage nach der 0:4-Pleite beim SC Oberweikertshofen nun im Derby gegen den SV Bad Tölz. Die Mannen um Kapitän Stefan Simon haben eine 180-Grad-Drehung hingelegt, dennoch gewann die Truppe von Trainer Hans Rest mit 3:1 (1:0). „Ein glücklicher aber nicht unverdienter Sieg. Gaißach hatte die größeren Spielanteile und auch Chancen, doch wir haben aus unseren Möglichkeiten einfach mehr gemacht“, fasste SV-Verteidiger Sebastian John nach dem Schlusspfiff zusammen. Da konnte SCG-Kapitän Stefan Simon nur halbwegs zustimmen: „Dass die Tölzer verdient gewonnen haben, möchte ich nicht behaupten. Tatsache ist, dass sie die Dinger einfach rein machen.“ Und dies auch noch mit Unterstützung des Gegners. So bemühten sich beispielsweise nach einem Freistoß von Tobi Reisböck sowohl Flori Schmitz als auch Adrian Happach per Flugkopfball um die Kugel. Schmitz war zu erst dran und verlängerte, dann fälschte Happach in die eigenen Maschen ab (24.). Die 1:0-Führung der Gäste. Bis dahin hatte Gaißach freilich schon einige Hochkaräter vergeben. Da traf Philip Zehetmaier – ebenfalls mit einem schönen Flugkopfball – nur das Dreieck, dann hatte Ernst Größwang zwei Versuche, ehe SV-Keeper Markus Lachenmair mit einer Fußabwehr gegen Zehetmair glänzte. Mit einer 1:0-Führung im Rücken konzentrierten sich die Tölzer nach dem Wechsel zunächst darauf, ihren Vorsprung zu verteidigen. Trotz fehlender Defensivkräfte standen die Gelb-Schwarzen sicher in der Abwehr. Und dennoch gelang Gaißach durch Hannes Schlosser der verdiente Ausgleich (65.). Der Wendepunkt? Es sah danach aus, denn die Platzherren blieben am Drücker. Doch dann verlor Daniel Happach zweimal in der Vorwärtsbewegung den Ball. Situationen die Tölz eiskalt zu nutzen verstand. Haimerls Schuss wehrte Thomas Wasensteiner vor die Füße von Kilian Weiß ab, der nur noch einschieben musste (73.). Kurz darauf bediente Haimerl den gerade eingewechselten Voit, der sich die Chance nicht entgehen ließ (84.). „Meine Jungs tun mir echt leid. Sie haben wirklich alles gegeben, wurden jedoch für kleine, individuelle Fehler brutal bestraft“, haderte SCG-Trainer Stefan Schubert mit dem Schicksal. Aber auch Positives hat der Coach ausgemacht: „Wir haben nie aufgesteckt. Ich blicke trotz dieser bitteren Niederlage zuversichtlich nach vorne.“

Auch interessant

Kommentare