Die Gräber werden teurer

Dietramszeller Rat beschließt neue Friedhofs- und Bestattungssatzung

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Die neuen Gebühren für Gräber auf den gemeindlichen Friedhöfen liegen leicht über den kirchlichen wie hier in Thankirchen.

Dietramszell – Keine Zustimmung fand jüngst im Dietramszeller Gemeinderat der Vorschlag der Verwaltung und des Bürgermeisters Josef Hauser, zu der neuen Friedhofs- und Bestattungssatzung. Zum Teil sollten da die einzelnen Sätze für die gemeindlichen Friedhöfe in Dietramszell (Kreuzbichl) und in Steingau mehr als verdoppelt werden. Letztlich mit großer Mehrheit angenommen (15:4 Stimmen) wurde der Vorschlag von Florian Heuschneider, die einzelnen Sätze jeweils um 100 Euro anzuheben.

Auslöser des Ganzen war eine Rüge vom überregionalen Rechnungs-Prüfungsausschuss, der moniert hatte, dass die Gemeinde in den Jahren 2014 bis 2017 mit ihren Friedhöfen eine Unterdeckung von 85.000 Euro erwirtschaftet hatte. Zudem war eine neue Bestattungs-Satzung notwendig geworden, um die Gebühren für den geplanten privatwirtschaftlichen Bestattungswald der Familie von Schilcher in einem Waldstück nahe des Dietramszeller Waldweihers abzudecken.

Mit den anfangs vorgeschlagenen Erhöhungen der Sätze wären die gemeindlichen Gebühren auch weit über denen der diversen kirchlichen Friedhöfe in der Gemeinde gelegen. Dort werden, wie Bürgermeister Hauser auf Nachfrage erklärte, für den Zeitraum von zehn Jahren jeweils 300 Euro für ein Einzelgrab oder einen Urnenplatz fällig. Ein Doppelgrab schlägt bei den Kirchen mit 450 Euro zu Buche. „Auch deshalb können wir die Gebühren nicht so drastisch erhöhen“, war der allgemeine Tenor der intensiven Diskussion. So fiel der ursprüngliche Vorschlag im Rat genauso durch wie auch der, die einzelnen Sätze um jeweils 50 Prozent anzuheben.

Nach dem Heuschneider-Vorschlag wurden die jeweiligen Sätze auf den beiden gemeindlichen Friedhöfen wie folgt verabschiedet (alte Sätze in Klammern): Jeweils für den Zeitraum von zehn Jahren werden für ein Einzelgrab 400 Euro (300) fällig, für ein Familiengrab 600 (500), für Übergrößen (nur Kreuzbichl) 800 (700), für Sonder-Übergrößen (nur Kreuzbichl) 800 (700), für einen Urnenplatz (nur Steingau) 400 (300) und für einen anonymen Urnenplatz (nur Steingau) ebenfalls 400 (300) Euro. Zudem werden künftig in Steingau 50 Euro (0) für die Benutzung des Aufbewahrungs-Raums verlangt und für die Aussegnungshalle dort 50 (50) Euro. In der Kapelle am Kreuzbichl in Dietramszell werden demnächst pro Nutzung 50 Euro (0) an Reinigungskosten erhoben.

Ewald Scheitterer

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