Welcher Baum darf es sein?

Große Auswahl an Tannenbäumen im Landkreis für jeden Geschmack

Christbaumverkauf: Helmut Wenzel bietet an der Tölzer Flinthöhe heimische Nordmann-Tannen aus Peiting an.
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Christbaumverkauf: Helmut Wenzel bietet an der Tölzer Flinthöhe heimische Nordmann-Tannen aus Peiting an.

Bad Tölz/Benediktbeuern – Obwohl der Einzelhandel weitestgehend schließen musste, bleibt der Christbaumverkauf von den verschärften Lockdown-Regeln verschont.

Somit kann das Geschäft mit den Nadelbäumen im Landkreis ohne Engpässe weitergehen.

„Heuer sind mehr Leute früher zum Christbaum einkaufen gekommen“, erklärt Helmut Wenzel. Er verkauft einheimische Nordmann-Tannen an der Flinthöhe in Bad Tölz. Das 15. Jahr in Folge verbringt der Angestellte damit seinen Urlaub. „Das ist der einzige Verkaufsstand in Tölz, der einheimische Bäume verkauft“, sagt Wenzel. Die Bäume bekommt er von „Tannen Geiß“ aus Peiting.

Familie Geiß wiederum steht für biologischen Anbau. Es würde mit viel Handarbeit gegen das Unkraut vorgegangen werden und deshalb könne auf Chemieeinsatz weitgehend verzichtet werden. „Auf den Plantagen grasen sogar Schafe, die das Wildkraut beseitigen“. Von kleineren ein Metern bis zu sechs Meter hohen Bäumen bekommt man bei Wenzel alles. Aber: „Sonderwünsche gibt es nur noch per Vorkasse“, sagt er. Es habe mal eine Dame gegeben, die im Nachhinein nicht den Preis für einen ziemlich großen Baum zahlen wollte. Seitdem werden Sonderwünsche verständlicherweise so gehandhabt. Wie viele Bäume Wenzel im Schnitt pro Jahr verkauft, verrät er nicht. „Betriebsgeheimnis“. Er glaubt jedoch, dass es heuer schon 15 Prozent Gewinn mehr geben könnte.

Eine sehr nachhaltige Alternative bietet der „Ois Ohne“-Unverpackt-Laden in Bad Tölz an. „Die Münchner Gartenbaumschule Schwanenland kam auf uns zu und hat gefragt, ob wir daran Interesse hätten“, erklärt Geschäftsführerin Sabine Riesch. Bei der Aktion können Kunden Bäume bis zu 1,80 Meter bestellen. Die lebenden Nordmann-Tannen werden in Töpfe umgepflanzt und können maximal drei Wochen in der Wohnung stehen. Nach der besinnlichen Zeit dürfen die Bäume auch wieder an „Ois Ohne“ zurückgeben werden, so Riesch weiter. „Die Bäume übersommern dann in der Gärtnerei und auf Wunsch können die Kunden genau den gleichen Baum wieder bekommen, dann sogar mit 15 Prozent Rabatt“.

Auch in Benediktbeuern werden derzeit Nadelbäume zum Verkauf angeboten. Das europaweite Unternehmen „SilvaTrees“ betreibt in der Region einige Verkaufsstände. Aufgrund der coronabedingten Schließung des Einzelhandels lief nicht alles wie immer. „Einen Stand mussten wir schon schließen, da er mit einem Geschäft zusammenhing“, erklärt Leonhard März aus Egling. März ist der Betreuer für die Standorte. Er kümmert sich um genügend Personal und die Abrechnung.

Mitarbeiterin Regina Scharrer kümmert sich drei mal in der Woche um den Verkauf der Nadelbäume an der Edeka-Filiale in Benediktbeuern. Die Tannen kämen aus landwirtschaftlichen Plantagen wobei das größte Produktionsgebiet im Sauerland sei. Die meisten importierten Tannen kämen aus Dänemark. „Bis jetzt war der Verkauf sehr gut. Ich glaube auch, dass es noch ein gutes Geschäft wird“, vermutet sie. Auch März ist bis auf die Schließung des einen Standortes optimistisch. „Die Bäume des Standes, den wir schließen mussten, werden auf die anderen Verkaufsstände verteilt. Aber ich rechne damit, dass die Bäume alle noch gekauft werden“. Viktoria Gray

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