Großprojekte verzögern sich

Interkommunales Hallenbad eröffnet frühestens am Jahresende

+
Aufgrund der Corona-Krise gehen die Bauarbeiten am interkommunalen derzeit nur eingeschränkt voran. Die Eröffnung verschiebt sich um mindestens drei Monate.

Geretsried – Schlechte Nachrichten teilte Bürgermeister Michael Müller (CSU) den Stadträten am Ende des jüngsten Ferienausschusssitzung mit. Aufgrund der Corona-Krise verzögern sich die Arbeiten auf den Großbaustellen der Stadt.

So war die Eröffnung des interkommunalen Hallenbads am Schulzentrum ursprünglich für den Beginn des neuen Schuljahres im September angesetzt. Dieser Termin kann nun nicht mehr eingehalten werden, weil derzeit nicht genügend Arbeitskräfte verfügbar sind. Müller verwies auf auswärtige Subunternehmen, deren Mitarbeiter aufgrund der Corona-Krise nicht mehr in Pensionen oder Hotels untergebracht werden können. 

„Die Arbeiten gehen nun eingeschränkt weiter“, versicherte Müller. Die Eröffnung des rund 16,7 Millionen Euro teuren Großprojekts erwartet der Rathauschef frühestens im Dezember 2020. Etwas zügiger geht die Sanierung des Eisstadions voran. Weil der Spielbetrieb schon im März eingestellt wurde, gingen einige Arbeiten sogar noch ungestörter voran. Am Karl-Lederer-Platz verzögert sich der Einbau der Brunnenanlage, der ursprünglich im Mai stattfinden sollte. 

„Alle Baustellen werden fortgeführt. Der Gesundheitsschutz hat nun aber Priorität“, stellte Müller klar. Zudem gab der Rathauschef bekannt, dass die Stadt bis zum Sommer keine eigene Veranstaltung mehr ausrichtet. Wie berichtet wollte Geretsried mit zahlreichen Festen das 50-jährige Bestehen der Stadt und das 70-jährige Jubiläum der Gemeindegründung feiern. So wurde beispielsweise das Fest der Kulturen vorzeitig abgesagt. 

Ungewiss ist noch, in welcher Form das Waldsommerfest an der Jahnstraße stattfindet. So könnte statt eines Festzelts eventuell ein kleiner Biergarten mit Selbstbedienung und weit auseinanderstehenden Tischen aufgebaut werden. „Wir fahren hier auf Sicht“, erklärte Müller. Soll heißen: Die Planung ist vor allem von den Vorgaben beziehungsweise Lockerungen der bayerischen Staatsregierung abhängig. Peter Herrmann

Auch interessant

Kommentare