Grüne wollen Paul Wildenauer endgültig loswerden

Ziel Parteiausschluss

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Blickt dem Parteiausschlussverfahren gelassen, sogar hoffnungsvoll entgegen: Grünen-Kreisrat Paul Wildenauer.

Landkreis – Das Zerwürfnis mit dem Parteikollegen Paul Wildenauer ist wohl zu groß für eine Einigung: Der Vorstand des Grünen-Kreisverbands hat beim zuständigen Landesschiedsgericht ein Parteiordnungsverfahren beantragt. Das Ziel: Parteiausschluss des Kreisrats.

Wie Rudi Seibt von den Grünen mitteilt, habe der Vorstand das Verfahren wegen „fortgesetztem grob parteischädigendem Verhalten“ von Wildenauer beantragt. Den Parteiausschluss strebe man demnach an, „um unser aller Energie wieder auf grüne Politik orientieren zu können“, so Seibt. Detaillierte Angaben könne er in dieser Personalsache indes nicht in die Öffentlichkeit tragen. Der Vorstand bedauere aber, so schiebt Seibt nach, dass das Parteiordnungsverfahren notwendig geworden sei. „Zahlreiche Mediationsgespräche in den vergangenen Jahren hatten aber leider keinen dauerhaften Erfolg.“ Das Landesschiedsgericht ist als neutrale Instanz allerdings frei in seinen Entscheidungen, so können auch Parteistrafen unterhalb des Parteiausschlusses verhängt werden. Auf die Neutralität setzt übrigens Wildenauer selbst. Er begrüßt, dass der Sachverhalt nun von dieser Instanz geprüft werde. Und er ist optimistisch. Das Landesschiedsgericht versuche nämlich zu vermitteln und nicht gleich einen Ausschluss zu bewirken, wie Wildenauer inzwischen nach einem Gespräch mit Grünen-Landesvorsitzendem Dieter Janecek in Erfahrung gebracht haben will. Indes will er einen Ratschlag von ihm beherzigen: „Ich werde weniger Emails schreiben“, sagte Wildenauer, der auch wegen seiner spitzen Zunge in seiner elektronischen Post in Ungnade bei seinen Parteifreunden gefallen ist. Ralf Fastner/Thomas Kapfer-Arrington

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