Mayer will kein „Mehner-Magazin“

Grünen-Stadtrat kritisiert die Bildpräsenz vom Bürgermeister im Stadtmagazin

Bürgermeister Ingo Mehner
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Bürgermeister Ingo Mehner erscheint achtmal im Stadt-Magazin „Bad Tölz im Blick“.

Bad Tölz – „Kein Bürgermeister-Jubel-Magazin“ soll das Stadt-Magazin „Bad Tölz im Blick“ werden, das in zweimonatigem Turnus an alle Tölzer Haushalte verteilt wird. Dieser Meinung ist zumindest Grünen-Stadtrat Franz Mayer-Schwendner.

Weil in der aktuellen Ausgabe mit ihren 16 Seiten Bürgermeister Ingo Mehner achtmal im Bild erscheint, andererseits nur eine einzige Frau bildlich dagegen steht, kritisierte der Kommunalpolitiker die Januar/Februar-Ausgabe in der jüngsten Tölzer Stadtratssitzung.

Die letzte Ausgabe von „Bad Tölz im Blick“ ist nach Ansicht von Franz Mayer-Schwendner ein „Männer- oder vielmehr ein Mehner-Magazin“. Der langjährige Grünen-Politiker, der sich im vergangenen März bei der Kommunalwahl zum Bürgermeister aufgestellt hatte, nannte die Darstellung in der Broschüre „etwas peinlich“ und ein „Gespött der Stadt“. Und erinnerte daran, dass es ein „steuerfinanziertes Magazin ist“.

Ingo Mehner (CSU), der als Bürgermeister verantwortlich für das von der Stadt herausgegebene Presseerzeugnis ist, gab zu: relativ oft in der aktuellen Ausgabe erschienen zu sein. Der Grund sei aber die derzeitige Themenlage. So musste sein Rechenschaftsbericht, den Mehner normalerweise bei der Bürgerversammlung ablege, im Heft abgedruckt worden. Auch seien bei der Verabschiedung des Evangelischen Dekans Klaus Steinbach, nur wenige andere Stadtvertreter zugelassen gewesen.

Unterstützung bekam Mehner vom Dritten Bürgermeister Christof Botzenhart (CSU), der „die journalistische Qualität“ des von Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach erstellten Magazins hervorhob. Sie betreut die redaktionellen Inhalte und das Layout. „Über viele Projekte wird dort seriös berichtet“, so Botzenhart, der Mayers Kritik nicht widerspruchslos hinnehmen wollte. Grünen-Sprecherin Johanna Pfund bat darum, die künftigen Ausgaben „etwas ausgewogener zu gestalten.“

Karl Bock

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