Hallenbad: Gespräch zwischen Wolfratshauser und Geretsrieder Stadträten

„Jetzt heißt es hopp oder topp“

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Noch vor der Sommerpause soll es eine Entscheidung zum Interkommunalen Hallenbad geben.

Wolfratshausen/Geretsried – „Wir sind und bleiben gesprächsbereit.“ So das Fazit des Wolfratshauser Bürgermeisters Klaus Heilinglechner nach dem Koordinationsausschuss der einzelnen Fraktionssprecher zum Interkommunalen Hallenbad am vergangenen Montag in Geretsried.

 Die Stadt Geretsried ist bei den Betriebskosten des Bades auf die finanzielle Beteiligung der anderen Kommunen angewiesen – damit dieses auch verwirklicht werden kann. Dafür habe man nun der Stadt Wolfratshausen laut Heilinglechner ein Betriebskostenmodell basierend auf einer Obergrenze vorgeschlagen. Schließlich soll im Sommer eine Entscheidung fallen. „Wir warten nun auf die neuen detaillierten Berechnungen zum Hallenbad aus Geretsried“, betonte Heilinglechner. So habe die Stadt Geretsried eine Kostenkalkulation mit einer Betriebskostenobergrenze vorgeschlagen. „Dadurch wird eine Planbarkeit für den Haushalt ermöglicht“, so Heilinglechner. Denn die Betriebskosten stellen für ihn beispielsweise aufgrund der Energiepreise ein unkalkulierbares betriebswirtschaftliches Risiko dar. Schließlich wisse man nicht, wie viele Warmwassertage etwa vorgesehen seien und welche Kosten damit auf die Stadt zukommen. Bei einer festgelegten Betriebskostenobergrenze müsste dann die Stadt Geretsried laut Heilinglechner „alle Kosten, die über der Grenze liegen, selbst tragen“. Ein Modell, dass der Wolfratshauser Stadtrat in den Fraktionen diskutieren will, sobald die Unterlagen vorliegen. Auch steht nach wie vor die Einladung an Landrat Josef Niedermaier zur Mai-Sitzung des Wolfratshauser Stadtrats. „Der Landrat hat bisher noch nie über eine erforderliche Betriebskostenbeteiligung der Kommunen gesprochen.“ Das soll er dann tun. Schließlich sei das Interkommunale Hallenbad stets sein Ansinnen gewesen. Bürgermeister Michael Müller erkannte in dem Gespräch mit den Nachbarn durchaus auch kritische Stimmen. Inzwischen sei aber der Punkt erreicht, „wo ohne Emotionen über die Sachargumente diskutiert werden muss“. Volkswirtschaftlich müsse nun eine Abwägung stattfinden, ob es Sinn macht, die große Lösung mitzutragen oder alternativ in Geretsried eine kleinere Lösung stattfindet. „Klar ist aber auch: Dann muss der Landkreis ein Lehrschwimmbad bauen“, so Müller. Denn langfristig, das sei klar, falle das Ascholdinger Hallenbad aus. Der Geretsrieder Bürgermeister bleibt dabei: „Jetzt heißt es hopp oder topp.“ naj/tka

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