„Brauchen Planungssicherheit!“

Hallenbad: Vereine befürchten Überbelegung und hohe Nutzungsgebühren

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Sportreferent Wolfgang Werner (l.) will die Forderungen der Vereine nach einer gerechten Hallenbadnutzung unterstützen. Im September soll das interkommunale Hallenbad eröffnet werden. In welchem Maß es die Vereine nutzen können, ist noch ungewiss.

Geretsried – Im September soll das interkommunale Hallenbad am Schulzentrum eröffnet werden. Um besser planen zu können, wünschen sich die Sportvereine nun ein umfassendes Belegungs- und Gebührenmanagement.

Im Rahmen der von Sportreferent Wolfgang Werner moderierten Diskussionsreihe „Wo drückt der Turnschuh?“ monierten DLRG-Ortsvorsitzender Maiko Alpers und WSV-72-Vize-Vorsitzender Uwe Röhler, dass sowohl die Höhe der Nutzungsgebühren als auch die Belegungszeiten noch ungewiss sind. „Wir brauchen Planungssicherheit, haben aber von der Stadtverwaltung bisher keine Auskunft bekommen“, berichtete Röhler. Er befürchtet eine enorme Erhöhung der bisherigen Gebühren, die den WSV in arge finanzielle Nöte bringen und sogar den Fortbestand des Vereins gefährden könnte. Schwimmtrainerin Terke Stapf glaubt zudem, dass es bei der Belegung des Bads zu Engpässen kommt. „Schulen, Vereine, Volkshochschule: Alle wollen hier rein“, erklärte sie. Da das Hallenbad schon zu Beginn des neuen Schuljahres im September eröffnet werden soll, dränge die Zeit. „Da muss schon in den nächsten vier Wochen was passieren“, forderte sie. Diskussionsleiter Wolfgang Werner erinnerte daran, dass die Stadtwerke das Bad betreiben. Er will das Belegungs- und Gebührenmanagement schon am 10. März in der nächsten Jusskus-Sitzung (Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport) auf die Tagesordnung bringen. „Das Thema muss in den Stadtrat: Da können wir nicht bis zum Sommer warten“, unterstrich Werner.

BLSV-Kreisvorsitzender Renato Wittstadt empfahl dem Sportamt der Stadt, schon jetzt aktiv zu werden und schriftlich den Bedarf der einzelnen Vereine zu erfragen. Zudem sei die Zeit des Wahlkampfs auch günstig, die Parteien mit ins Boot zu holen. „Da hat man höhere Chancen, dass die Forderungen erhört und umgesetzt werden“, sagte Wittstadt. Norbert Junius, stellvertretender Fußballabteilungsleiter des TuS Geretsried, wünscht sich: die Vereine auch über den Wahlkampf hinaus dauerhaft an politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. „Wir müssen Präsenz zeigen“, forderte er. Ebenso wie dem TuS-Jugendfußballabteilungsleiter Bernd Meier bereitet es ihm Sorgen, dass die stark genutzten Sportplätze auf der Böhmwiese aufgrund der S-Bahn-Verlängerung aufgelöst werden. Zwar gebe es im Stadtgebiet Ersatz. Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, müssten aber Vereine und Stadt noch mehr zusammenrücken. Junius verwies auf den starken Zuzug nach Geretsried, das schon in einigen Jahren die 30.000-Einwohnermarke überschreiten könnte. Spätestens dann würden nicht nur Wohnungen, sondern auch mehr Sportstätten benötigt. Peter Herrmann

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